Die Müllgebühr setzt sich ab sofort aus einer Grundgebühr, der Gebühr für die Mülltonne und für die Leerung zusammen. Ziel ist es, den Restmüll deutlich zu reduzieren, denn der Kreis Alzey-Worms liegt mit 180 Kilogramm pro Kopf im Jahr in Rheinland-Pfalz ganz vorne.
Wir liegen damit an der Spitze aller 24 Landkreise in Rheinland-Pfalz.
Das ändert sich bei den Müllgebühren konkret
Bei dem neuen Tarifmodell handelt es sich um einen sogenannten Behältertarif. Dieser setzt sich aus drei Komponenten zusammen: aus der Grundgebühr, die für jeden Haushalt gleich ist, unabhängig davon wie viele Personen darin leben, sowie den Kosten für die einzelnen Tonnen.
Zusätzlich gibt es eine neue Gebühr für Zusatzleerungen beim Restmüll. Jetzt sind nur noch vier Leerungen des Restmülls pro Jahr kostenlos. Jede weitere kostet extra.
Wer weniger Müll produziert, zahlt weniger
Mit der neuen Verordnung haben es die Bürgerinnen und Bürger selbst in der Hand, wie hoch ihre jährlichen Müllkosten sind. Wer weniger Abfall produziert, zahlt auch weniger. Mithilfe eines Chips, der an den Restmülltonnen angebracht wurde, kann kontrolliert werden, wie oft die Tonne geleert wird.
Ein Beispiel: Ein Zweipersonenhaushalt hat bisher 199,20 Euro pro Jahr für Rest- und Bioabfall bezahlt, jetzt wäre die Gebühr 270,23 Euro. Darin sind alle Leerungen für die Biotonne und vier Leerungen für den Restmüll enthalten. Jede zusätzliche Leerung des Restabfalls würde extra kosten.
Restmüll wird seltener abgeholt
Hinzu kommt, dass die Restmülltonne nur noch alle drei Wochen geleert wird. Beim Bioabfall hingegen änder sich nichts. Hier sind nach wie vor alle Leerungen inklusive.
"Ohne die Änderung zur dreiwöchentlichen Leerung und ohne die Anpassung des Tonnenvolumens wäre der Kostenanstieg für die Abfuhr des Abfalls noch deutlich höher", erklärt Landrat Sippel die neue Gebührenkalkulation.
Mülltrennung muss sich deutlich verbessern
Außerdem müsse sich die Mülltrennung deutlich verbessern, so Sippel. Deswegen appelliert er auch noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger, ihre Abfälle richtig zu trennen. Bioabfall gehöre ausschließlich in die Biotonne, denn zusammen mit den Gartenabfällen könne hieraus Biogas und Strom hergestellt werden. Das komme letztlich den Gebührenzahlern zugute.
Weiteres Einsparpotenzial liege in der richtigen Trennung des Restabfalls. Eine Analyse habe ergeben, dass sich in der schwarzen Tonne zu viele Wertstoffe befinden. Diese könnten aber - richtig einsortiert - recycelt oder verwertet werden, was das Portemonnaie ebenfalls schone.
Das hat auch was mit Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Natur zu tun.