Neue Studie des IW

In Rheinland-Pfalz fehlen besonders viele Kita-Plätze

In Rheinland-Pfalz haben 18,7 Prozent der Unter-Dreijährigen mit Betreuungsbedarf keinen Kita-Platz. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie. Der Wert liegt deutlich über dem Bundesschnitt.

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Wie die Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, fehlen in Rheinland-Pfalz etwa 19.800 Kita-Plätze. Allerdings wünschen sich laut der Studie weniger Eltern einen Betreuungsplatz als noch 2020. So herrschte 2020 noch ein Mangel an 20.100 Plätzen. Als Hauptgrund dafür nennt das IW stark gesunkene Kinderzahlen. Mit 18,7 Prozent liegt der Anteil der Eltern, die keinen Platz finden, indes höher als 2020 (17,7 Prozent). Nur in Bremen liegt der Anteil mit 18,9 Prozent derzeit noch höher als in Rheinland-Pfalz.

Große Unterschiede zwischen den Bundesländern

Wie verbreitet es ist, dass Wunsch und Wirklichkeit bei der Kinderbetreuung auseinanderklaffen, hängt in Deutschland vom Wohnort ab. In Ostdeutschland haben laut Studie 7,3 Prozent der Kinder unter drei mit Bedarf keinen Platz - in Westen 15,6 Prozent. Im bundesweiten Schnitt sind es 14,2 Prozent. Ins Verhältnis gesetzt hat das IW hierbei die Zahl der Eltern, die nach eigenen Angaben Betreuungsbedarf haben, mit der Zahl der betreuten Kinder.

IW-Experte Wido Geis-Thöne forderte mehr Anstrengungen für eine gute Kita-Qualität: "Gerade für Kinder aus bildungsfernen Haushalten ist der Besuch einer Kita entscheidend für den weiteren Bildungsweg", sagte er.

IW wünscht sich vor allem im Westen mehr Tempo

Vergangenes Jahr fehlten laut der IW-Vorgängerstudie 306.000 Kita-Plätze für Kinder unter drei, für 13,6 Prozent der Kinder mit Bedarf gab es keinen Platz. Insgesamt schreite der Ausbau von Betreuungsplätzen in Deutschland "derzeit kaum voran", hieß es damals. Auch diesmal forderte das IW, die Politik müsse vor allem im Westen den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur weiter vorantreiben.

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