Wer am Hauptbahnhof in Trier ankommt, muss ihn erst einmal suchen, den Alleenring, obwohl er ganz nahe ist. Der Alleenring, der das Trierer Stadtzentrum umgibt, ist für Fußgänger und Radfahrer zerstückelt und nicht auf Anhieb erkennbar. Die Straße dominiert. Für den Autoverkehr wurden die mit Bäumen gesäumten Grünpassagen in Abschnitte zerteilt.
Projekt: "Klimaraum Alleenring"
Das soll sich ändern. Der Alleenring soll umfassend erneuert und besser an den Klimawandel angepasst werden. Das Projekt wird aber nur schrittweise umgesetzt werden können, so die Stadtverwaltung. Schon im Vorfeld haben sich Anwohner eingebracht über Workshops und eine Online-Umfrage. Ihre Anregungen sind in einen Wettbewerb eingeflossen. Dabei haben 13 Landschaftsarchitekten ihre Pläne eingereicht. Eine Jury hat im Dezember daraus ausgewählt.
Künftig soll der Alleenring durchgängiger für Fußgänger und Radfahrer werden. Der Siegerentwurf des Ateliers Loidl aus Berlin sieht auch mehr Sitzgelegenheiten und Spielmöglichkeiten vor. Auch andere Entwürfe wollen den Alleenring für Anwohner aber auch Touristen attraktiver machen. Denn er solle genauso ein Naherholungsgebiet werden wie beispielsweise der Palastgarten.
Viele Bäume am Alleenring geschädigt
Der alte Baumbestand ist zum Teil stark geschädigt, sagt Triers Baudezernent Thilo Becker (parteilos). Etwa 40 Prozent der Bäume hätten Schäden durch Trockenheit und Hitze und damit verbundene Krankheiten. Etwa vier Hektar Fläche sollen daher neu begrünt werden. Ziel sei es, mehr Schatten, Kühlung und Schutz vor Starkregen zu schaffen.
Ausstellung der Entwürfe
Alle eingereichten Entwürfe sind bis zum 4. Februar im Brunnenhof in Trier zu sehen. Die Ausstellung ist öffentlich und kostet keinen Eintritt. Es folgt ein weiteres Vergabeverfahren. Danach wird einer der Preisträger mit der weiteren Detailplanung beauftragt. Der erste Bauabschnitt soll im nördlichen Bereich des Alleenrings angegangen werden – zwischen Moselufer und Porta Nigra. Start der Bauarbeiten ist ab 2027.