Am Dienstag zwischen 13 und 18 Uhr riefen die Betrüger bei dem Mann aus Idar-Oberstein an. Sie spielten ihm vor, dass seine Tochter einen Unfall gehabt habe. Dabei sei eine Frau ums Leben gekommen. Die Betrüger gaukelten ihm vor, dass ein Staatsanwalt eine Kaution festgelegt habe. Wenn er diese vorlege, käme seine Tochter aus der Untersuchungshaft frei.
Mann übergibt Wertgegenstände an Betrüger
Der Mann war so überrumpelt, dass er sich laut Polizei darauf einließ und einer Frau die Wertgegenstände übergab. Die Betrüger blieben während der gesamten Übergabe am Telefon. Dann erklärten sie ihm, dass die verstorbene Frau schwanger gewesen sei und deshalb die erbrachte Kaution doch nicht ausreiche.
Prozessauftakt am Amtsgericht Bitburg Schockanrufer sollen Frau um fast 100.000 Euro betrogen haben
Zwei Männer stehen in Bitburg vor Gericht, weil sie eine Frau um fast 100.000 Euro betrogen haben sollen. Sie sollen sie mit einem Schockanruf unter Druck gesetzt haben.
Mit einer geschickten Gesprächsführung lotsten sie den Mann nach Mainz, wo er auf einem Parkplatz am Fischtorplatz zum zweiten Mal Wertgegenstände übergab. Wieder an eine Frau.
Polizei sucht mit Personenbeschreibung nach Tätern
Die Frau in Idar-Oberstein war laut Polizei ungefähr 30 Jahre alt, 170 cm groß und vermutlich im vierten Monat schwanger. Sie habe einen blau-weiß gestreiften Rock getragen und ein dunkles Oberteil. Sie hatte demnach dunkle, schulterlange, gelockte Haare, einen bräunlichen Hautton und sprach akzentfreies Deutsch.
Die Frau in Mainz sei etwa Anfang 30 gewesen, 170 cm groß und habe glatte, blonde Haare gehabt. Den Angaben zufolge hatte sie ein gepflegtes Erscheinungsbild und trug einen beigen Pullover. Nachdem die Frau die Geldtasche entgegengenommen habe, sei sie am Fischtorplatz in Richtung Rheinstraße gegangen.
Beide Frauen seien zu Fuß zu der Übergabe gekommen.