Patrick Loppnow aus Trier hat sich die Strecke des Inklusionslaufs "Charity Run" in Trier Olewig angeschaut und vorab getestet. Er ist selbst Rollifahrer und schaut genau hin.
Loppnow arbeitet beim Medienteam "Tacheles" der Lebenshilfe Trier. In einem Video hat das Team die Strecke des Inklusionslaufs im Vorfeld unter die Lupe genommen.
Es gibt ein paar Steigungen. Aber die sind machbar.
Auf Schlaglöcher oder andere Hindernisse hat er zum Beispiel geachtet. Die könnten Rollstuhlfahrer stören aber eben auch Fußgänger. "Da habe ich nichts gefunden. Das ist gut. Es gibt ein paar kleine Steigungen, aber die sind machbar. Und auch der Streckenverlauf ist sehr übersichtlich. Man weiß immer, wo es langgeht."
Frank Knodt, der vor drei Jahren den Charity Run in Trier Olewig gegründet hat, hört das gerne. Er hatte die Idee zum Inklusionslauf, der über eine Strecke von einem Kilometer durch den Trierer Weinort Olewig führt. Auch Menschen ohne Beeinträchtigung dürfen am 3. August mitlaufen.
Bislang haben sich fast 700 Menschen für den Lauf angemeldet, so viele wie noch nie zuvor. "Wir wollen einfach zeigen, dass Menschen mit Beeinträchtigungen auch ein großer und wichtiger Teil unserer Gesellschaft sind", sagt Knodt. Da die Erlöse des Laufs dieses Jahr an die Lebenshilfe Trier gehen, sei das ein guter Einstieg.
Inklusionsläufe in der Region Trier
Auch andere Vereine in der Region Trier haben das erkannt und bieten ähnliche Veranstaltungen an.
Der Verein Silvesterlauf Trier hat letztes Jahr erstmals einen Inklusionslauf im Rahmen seines Flutlichtmeetings angeboten. Zur Premiere meldeten sich 270 Teilnehmer an.
"Ich war völlig überrascht, wie groß die Nachfrage nach solchen Angeboten ist"
Einmal im Monat bietet der Verein jetzt einen Lauftreff für Menschen mit Beeinträchtigungen im Moselstadion an. Schon zum ersten Termin kamen 70 Interessierte. "Ich war völlig überrascht, wie groß die Nachfrage nach solchen Angeboten ist", sagt Hans Tilly.
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Weitere Inklusionsläufe gibt es unter anderem in Schweich und in Bitburg. "Bitburg ist die Mutter aller Inklusionsläufe in der Region", sagt Hans Tilly. Beim dortigen Stadtlauf sind Menschen mit Beeinträchtigungen ausdrücklich eingeladen mitzulaufen. Dort laufen sie im Starterfeld der Nichtbehinderten mit.
Lebenshilfe vergibt Trier gute Note
Das Tacheles-Medienteam der Trierer Lebenshilfe hat nach seinem "Barriere-Check" für den Charity Run in Trier einen guten Eindruck von der Veranstaltung. "Die Anmeldung fanden wir zwar etwas schwierig. Aber die Strecke ist sehr gut und die Organisatoren sehr hilfsbereit," lautet das Fazit von Tacheles-Reporter Patrick Loppnow.