Laufen für alle Menschen

Charity-Run Trier: So läuft Inklusion im Sport

Volksläufe gibt es viele. Doch für Menschen mit Beeinträchtigungen ist das meist nichts. Immer mehr Vereine bieten daher Inklusionsläufe an. So wie der Trierer Charity-Run.

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Stand

Von Autor/in Ludger Peters

Patrick Loppnow aus Trier hat sich die Strecke des Inklusionslaufs "Charity Run" in Trier Olewig angeschaut und vorab getestet. Er ist selbst Rollifahrer und schaut genau hin.

Frank Knodt ist Begründer des Charity Runs in Trier Olewig. EIn Volkslauf bei dem auch Menschen mit Beeinträchtigungen mitmachen können.
Patrick Loppnow von der Lebenshilfe hat den Gründer des Charity-Runs Frank Knodt interviewt. Er wollte wissen, ob der Lauf für Menschen mit Beeinträchtigungen geeignet ist. Lebenshilfe Trier

Loppnow arbeitet beim Medienteam "Tacheles" der Lebenshilfe Trier. In einem Video hat das Team die Strecke des Inklusionslaufs im Vorfeld unter die Lupe genommen.

Es gibt ein paar Steigungen. Aber die sind machbar.

Auf Schlaglöcher oder andere Hindernisse hat er zum Beispiel geachtet. Die könnten Rollstuhlfahrer stören aber eben auch Fußgänger. "Da habe ich nichts gefunden. Das ist gut. Es gibt ein paar kleine Steigungen, aber die sind machbar. Und auch der Streckenverlauf ist sehr übersichtlich. Man weiß immer, wo es langgeht."

Frank Knodt ist Begründer des Charity Runs in Trier Olewig. EIn Volkslauf bei dem auch Menschen mit Beeinträchtigungen mitmachen können.
Der Charity-Run findet dieses Jahr zum dritten Mal statt. Bei den beiden ersten Auflagen gab es noch keinen Lauf für Menschen mit Beeinträchtigungen. Ludger Peters

Frank Knodt, der vor drei Jahren den Charity Run in Trier Olewig gegründet hat, hört das gerne. Er hatte die Idee zum Inklusionslauf, der über eine Strecke von einem Kilometer durch den Trierer Weinort Olewig führt. Auch Menschen ohne Beeinträchtigung dürfen am 3. August mitlaufen.

Frank Knodt ist Begründer des Charity Runs in Trier Olewig. EIn Volkslauf bei dem auch Menschen mit Beeinträchtigungen mitmachen können.
Frank Knodt aus Trier will mit den Einnahmen des Charity Run Menschen unterstützen, die auf Hilfe angewiesen sind. Ludger Peters

Bislang haben sich fast 700 Menschen für den Lauf angemeldet, so viele wie noch nie zuvor. "Wir wollen einfach zeigen, dass Menschen mit Beeinträchtigungen auch ein großer und wichtiger Teil unserer Gesellschaft sind", sagt Knodt. Da die Erlöse des Laufs dieses Jahr an die Lebenshilfe Trier gehen, sei das ein guter Einstieg.

Inklusionsläufe in der Region Trier

Auch andere Vereine in der Region Trier haben das erkannt und bieten ähnliche Veranstaltungen an.

Immer mehr Vereine bieten so genannte Inklusionsläufe für Menschen mit Beeinträchtigungen an. 2024 auch ersmals beim Flutlichtmeeting des Sylvesterlauf Trier e.V.
2024 war Premiere des Inklusionslaufs im Trierer Moselstadion. Er fand während des Flutlichtmeetings statt. Daniel Prediger/Silvesterlauf Trier

Der Verein Silvesterlauf Trier hat letztes Jahr erstmals einen Inklusionslauf im Rahmen seines Flutlichtmeetings angeboten. Zur Premiere meldeten sich 270 Teilnehmer an.

"Ich war völlig überrascht, wie groß die Nachfrage nach solchen Angeboten ist"

Einmal im Monat bietet der Verein jetzt einen Lauftreff für Menschen mit Beeinträchtigungen im Moselstadion an. Schon zum ersten Termin kamen 70 Interessierte. "Ich war völlig überrascht, wie groß die Nachfrage nach solchen Angeboten ist", sagt Hans Tilly.

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Weitere Inklusionsläufe gibt es unter anderem in Schweich und in Bitburg. "Bitburg ist die Mutter aller Inklusionsläufe in der Region", sagt Hans Tilly. Beim dortigen Stadtlauf sind Menschen mit Beeinträchtigungen ausdrücklich eingeladen mitzulaufen. Dort laufen sie im Starterfeld der Nichtbehinderten mit.

Lebenshilfe vergibt Trier gute Note

Das Tacheles-Medienteam der Trierer Lebenshilfe hat nach seinem "Barriere-Check" für den Charity Run in Trier einen guten Eindruck von der Veranstaltung. "Die Anmeldung fanden wir zwar etwas schwierig. Aber die Strecke ist sehr gut und die Organisatoren sehr hilfsbereit," lautet das Fazit von Tacheles-Reporter Patrick Loppnow.

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