Das Schiff sei mit Containern beladen gewesen. Das teilte die Polizei dem SWR mit. Von den insgesamt 40 Containern auf dem Schiff seien fünf "massiv beschädigt" worden.
Am Schiff habe es keinen Wassereintritt gegeben, verletzt wurde niemand. Zu den Unfällen ist es am Sonntag gegen 23 Uhr gekommen.
Moselbrücke in Schweich nach Unfall wieder frei
Fachleute des Landesbetriebs Mobilität (LBM) prüfen derzeit, ob und in welchem Ausmaß die Brücken beschädigt wurden. Für die Moselbrücke Schweich gibt es gute Nachrichten: Sie konnte inzwischen wieder für den Autoverkehr freigegeben werden, so ein Sprecher des LBM.
Die Brücke in Longuich wurde bei der Kollision offenbar beschädigt. Demnach hatte das Frachtschiff die Brücke am mittleren Bogen touchiert. Dort ist ein Teil des Brückenbogens herausgebrochen. Nicht nur der Beton wurde beschädigt, sondern auch zwei Längseisen und Querbügel durchtrennt. An diesen Stellen werden neue Stäbe als tragende Elemente hergestellt. Dann wird die Schadstelle wieder mit Beton verschlossen.
Bis dahin wird die Fahrbahn auf der Longuicher Brücke auf drei Meter eingeengt. Auf einer Länge von 20 Metern können deshalb keine zwei Autos aneinander vorbeifahren. So soll die Brücke laut LBM an der beschädigten Stelle weniger belastet werden. Die Polizei hatte schon gegen 12:30 Uhr mitgeteilt, dass die Brücke nur eingeschränkt befahrbar sei.
Ursache für Schiffsunfall noch unklar
Warum der Schiffsführer die Brücken rammte, ist bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen. Laut einem Sprecher der Wasserschutzpolizei könnte ein nautischer Fehler eine Rolle gespielt haben - insbesondere "in der Dunkelheit auf einer engen Fahrstraße".
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Havariertes Schiff darf weiterfahren
Der Schiffsführer war mit einem Schubverband unterwegs, bestehend aus einem niederländischen Frachtschiff und einem sogenannten Leichter, den er schob. Die Wasserschutzpolizei überprüfte die Fahrtüchtigkeit des Mannes - ein Alkoholtest ergab null Promille.
Der Schiffsführer durfte daraufhin seine Fahrt moselabwärts fortsetzen - mit allen Containern an Bord, einschließlich der fünf beschädigten.