Der Wind pfeift ordentlich unter der Konrad-Adenauer-Brücke in Trier, als Baudezernet Thilo Becker (Grüne) auf eine große rostige Stelle am Brückenpfeiler zeigt. Es ist nicht das Einzige, was an der 1973 eröffneten Bücke marode ist. Deshalb soll das Bauwerk, über das nach Angaben der Stadt täglich mehr als 40.000 Fahrzeuge rollen, generalsaniert werden.
Sanierung kostet Millionen
Bevor das passiert, muss eine umfangreiche Bestandsaufnahme der Brücke gemacht werden, sagt Baudezernent Becker. Zunächst sollen alle Schäden an der Brücke begutachtet werden, um zu entscheiden, welche Schritte wann und in welchem Umfang nötig sind. "Wir brauchen eine saubere Bestandsaufnahme", so Becker. Die Rundumerneuerung der Brücke soll nach ersten Schätzungen etwa 30 Millionen Euro kosten. Dafür sollen auch Mittel aus dem neu aufgelegten Infrastrukturpaket der Bundesregierung genutzt werden. "Die Anträge dafür laufen schon", so Becker.
Wann beginnen die Bauarbeiten?
Nach den Ausschreibungen und der Vergabe der Bauaufträge sollen die ersten Bauarbeiten Ende 2026 oder 2027 beginnen. Bis dahin wird es aber immer wieder Instandhaltungsmaßnahmen an der Brücke geben, sagte Julian Lehnert dem SWR. Lehnert gehört zur Amtsleitung Stadtraum Trier, das für die Sanierung der Brücke zuständig ist.
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Brücke für Schwerlasttransporte wichtig
Die Konrad-Adenauer-Brücke ist die einzige Brücke in Trier, die für Lkw bis 60 Tonnen zugelassen ist. Sie gehört damit zu den wirtschaftlich wichtigen Brücken in Trier. Der Stadtrat Trier soll noch vor der Sommerpause über das mehrjährige Sanierungs-Projekt entscheiden.