Am 17. September klingelt es an der Tür eines 20-Jährigen aus Kinderbeuern. Ein Bekannter ist da, sie hatten sich verabredet. Doch der sprüht ihm überraschend Pfefferspray ins Gesicht und sticht ihm zweimal mit einem Messer in den Rücken.
So stellt sich die Kriminalpolizei Trier nach ihren Ermittlungen den Tathergang vor. Warum der 21-jährige Verdächtige aber auf seinen langjährigen Bekannten eingestochen hat, ist weiter unklar. Denn der schweigt weiter zu den Vorwürfen.
Opfer überlebte Messerangriff schwer verletzt
Die Staatsanwaltschaft Trier hat nun nach eigenen Angaben Anklage gegen den jungen Mann erhoben. Der Leitende Trierer Oberstaatsanwalt Peter Fritzen schreibt, er sehe die Kriterien für einen versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung erfüllt.
Der Angeklagte habe in Kauf genommen, dass sein Bekannter bei dem Angriff stirbt. Außerdem habe er heimtückisch gehandelt. Der Geschädigte hatte sich schwer verletzt zu Anwohnern geschleppt, die die Einsatzkräfte alarmierten. Er wurde im Krankenhaus behandelt und überlebte die Messerstiche.
Verfolgungsfahrt von Trier nach Igel
Das Tatmotiv ist laut Staatsanwaltschaft weiter unklar, weil der Angeklagte bislang nicht ausgesagt hat. Er sitzt in Untersuchungshaft, seit die Polizei ihn im November durch einen Zufall gefasst hat.
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Zwei Beamte im Streifendienst hätten den Tatverdächtigen auf einem Parkplatz im Trierer Stadtteil Euren erkannt. Er sei dann mit einem Auto geflüchtet, bis die Polizisten ihn nach einer kurzen Verfolgungsfahrt im Nachbarort Igel gestellt haben.
Angeklagter war zwei Monate lang untergetaucht
Davor hatte sich der Angeklagte rund zwei Monate lang versteckt gehalten. Die Polizei hatte über die ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY - ungelöst" um Zeugenhinweise gebeten. Wo genau er untergetaucht war, konnten die Ermittlungen aber noch nicht klären.
Auch dazu hat der 21-Jährige bislang nichts gesagt. Weitere Details könnte ein Gerichtsverfahren bringen. Das Landgericht Trier entscheidet nun darüber, ob es die Klage zulässt und wann der Prozess beginnt.