Mehr als vier Millionen Euro bewilligt

Kirche zahlt an Opfer im Bistum Trier: Missbit fordert mehr Transparenz

Missbit fordert mehr Transparenz, wenn die katholische Kirche Missbrauchsopfer entschädigt. Am Donnerstag hatte die von der Kirche eingerichtete Kommission ihren Bericht vorgelegt.

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Stand

Die von der katholischen Kirche in Deutschland eingerichtete Kommission (UKA) hat seit ihrer Gründung vor fünf Jahren mehr als 93 Millionen Euro für Opfer von sexuellem Missbrauch bewilligt. Die 4,3 Millionen Euro für das Bistum Trier sind ein Teil davon. Das steht im Tätigkeitsbericht 2025.

Die 4,3 Millionen Euro wurden für 219 Vorgänge gewährt. Das sind im Durchschnitt etwa 19.000 Euro pro Fall. Die jetzt veröffentlichten Daten beziehen sich auf den Zeitraum von 2021 bis 2025.

Opfervereinigung kritisiert mangelnde Transparenz

Der Verein Missbrauchsopfer und Betroffene im Bistum Trier, Missbit, fordert mehr Transparenz, wenn die Katholische Kirche Schmerzensgeld zahlt. Betrachte man die Gesamtzahl von mehr als 730 Missbrauchsbetroffenen im Bistum Trier, so seien nach dem Bericht der UKA eben nur 219 finanziell entschädigt worden. 

Missbit kritisiert weiter, dass nach wie vor nach Aktenlage entschieden werde, die Betroffenen würden nicht angehört. Welche Entschädigung am Ende gezahlt werde, sei oft nicht nachvollziehbar. Menschen, die als Kinder über Jahre sexuell missbraucht wurden, litten oft ihr ganzes Leben lang darunter.

Leistungen für Opfer in Bistum und Ordensgemeinschaft

Neben den Zahlen der UKA zu den Entschädigungen in verschiedenen Bistümern listet die Kommission in dem Tätigkeitsbericht auch Leistungen für Opfer in katholischen Ordensgemeinschaften auf. Dabei werden auch fünf Vorgänge in der Benediktinerabtei Sankt Mathias in Trier genannt, wobei insgesamt 112.000 Euro bewilligt wurden. 

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