Neuer Waldzustandsbericht für RLP

Experten untersuchen, ob es dem Wald in der Region Trier gut geht

Wie geht es den Wäldern in Rheinland-Pfalz? Das soll im neuen Waldzustandsbericht beantwortet werden. Forscher sind derzeit in der Region Trier unterwegs, um Daten zu sammeln.

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Von Autor/in Daniel Novickij

Ein Waldstück bei Trier. Kiefern, Lärchen und Buchen wachsen hier. Friedrich Engels von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt untersucht mit seinem Team, wie gesund die Bäume dort sind. Dafür schaut er mit einem Fernglas in die Baumkronen. "Ich überprüfe, ob diese Kiefer genug Nadeln hat. Das ist hier nicht der Fall", sagt der Experte.

Forscher Friedrich Engels muss genau hinschauen: Nadeln, Blätter und Zweige zeigen schon, ob ein Baum gesund ist oder nicht.
Forscher Friedrich Engels muss genau hinschauen: Nadeln, Blätter und Zweige zeigen schon, ob ein Baum gesund ist oder nicht.

Dennoch scheint der Baum gesund zu sein. "Die Kiefer hat viele Zapfen. Pilze und Insekten haben den Baum nicht beschädigt. Das ist gut für die Kiefer", so Engels weiter. Der Baum sei gut gewachsen. Die Kiefer habe trotz der Trockenheit im Frühjahr durch den Regen in den vergangenen Wochen genug Wasser abbekommen. Allerdings hätten die Dürren der vergangenen Jahre Spuren hinterlassen. "Die Kiefer ist nur leicht beschädigt", urteilt der Wald-Experte aus Trippstadt.

Forscher sammeln Daten für Waldzustandsbericht

Die Forstmitarbeiter tragen ihre Bewertung auf einem Tablet in ein Programm ein. Baum für Baum geht das so. Insgesamt 24 Bäume untersuchen die Experten in diesem Waldstück stichprobenartig auf einer Fläche von rund einem Hektar. Eine Stunde dauert die Aktion. Sobald sie einen Baum untersucht haben, markieren sie ihn. Dadurch wollen sie sicher gehen, dass ein Baum nicht mehrfach von ihnen begutachtet wird.

Der Zustand der Bäume wird in einem Programm genau erfasst. Die Daten werden anschließend für den Waldzustandsbericht ausgewertet.
Der Zustand der Bäume wird in einem Programm genau erfasst. Die Daten werden anschließend für den Waldzustandsbericht ausgewertet.

Wie gut es dem Wald im Vergleich zu den Vorjahren geht, können die Experten an diesem Tag aber noch nicht sagen. "Wir müssen die Daten erst auswerten. Unsere Informationen reichen noch nicht aus. Wir müssen in den nächsten Wochen und Monaten noch weitere Wälder untersuchen", betont Engels von der Trippstädter Forschungsanstalt.

Erste Experten-Einschätzung: Dem Wald bei Trier geht es gut

Die Ergebnisse werden zum Jahresende im sogenannten Waldzustandsbericht bekanntgegeben. Darin wird für ganz Rheinland-Pfalz der Zustand des Waldes bewertet. Der Bericht wird von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt im Auftrag des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums erstellt.

Die Experten besprechen sich nach dem Rundgang durch den Wald. Sie schauen, ob sie die gleiche Einschätzung hatten.
Die Experten besprechen sich nach dem Rundgang durch den Wald. Sie schauen, ob sie die gleiche Einschätzung hatten.

Forscher Engels gibt aber eine erste Prognose über das Waldstück bei Trier ab: "Die Bäume sehen besser als im Vorjahr aus. Wir hatten im Frühjahr eine starke Trockenheit, aber wenn die Bäume durch Regen genügend Wasser hatten, dann konnten sie das eigentlich gut ausgleichen", so der Trippstädter Wald-Experte.

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Im vergangenen Jahr hatte der Waldzustandsbericht noch ergeben, dass sich der Zustand der Wälder in Rheinland-Pfalz verschlechtert hatte. Die Bäume waren demnach stärker geschädigt als das Jahr zuvor.

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