Das Gerät gehört zur neuesten Generation der sogenannten Monocams, die Autofahrer automatisch erfassen, wenn sie während der Fahrt ihr Smartphone in der Hand halten. Aus einem Überwachungsfahrzeug lösen Polizisten dann den Blitzer aus.
Diese Strafen drohen bei Verstoß
Diejenigen, die beim Telefonieren oder Tippen am Steuer erwischt werden, müssen mit einer empfindlichen Strafe rechnen: Ein Verstoß kann bis zu 100 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg nach sich ziehen. Mit dem Handy-Blitzer setzt das Land Rheinland-Pfalz ein deutliches Zeichen gegen Ablenkung im Straßenverkehr.
Bereits über 300 Verstöße in der Testphase – jetzt kommt der Alltagseinsatz
Schon 2022, im Rahmen eines Pilotprojekts, kam die Monocam auf derselben Strecke zum Einsatz. Damals registrierte sie innerhalb kurzer Zeit über 300 Handy-Verstöße. Das Innenministerium wertete das Projekt als vollen Erfolg und beschloss daraufhin die landesweite Einführung des Systems für alle fünf Polizeipräsidien im Land Rheinland-Pfalz.
Gesetz angepasst: Grünes Licht für die Monocam durch den Landtag
Um den dauerhaften Einsatz rechtlich abzusichern, wurde sogar das Polizei- und Ordnungsbehördengesetz geändert. Die entsprechende Gesetzesnovelle wurde am 19. Februar 2025 vom Landtag verabschiedet und ist seit dem 1. März 2025 in Kraft.
Hauptgrund für die Gesetzesänderung war der Datenschutz: Die Monocam filmt verdachtsunabhängig durch die Frontscheibe von Autos und speichert dabei personenbezogene Daten – also Bilder von Fahrerinnen und Fahrern, selbst wenn kein Verstoß vorliegt.