Laut der Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) kamen in Deutschland im vergangenen Jahr gut 14 Milliarden Euro an Spenden zusammen, 13 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Spendenhöhe lag bei 415 Euro.
Aber nicht nur diese Summe hat laut der Studie zugenommen. Vor allem die Zahl der Spenderinnen und Spender ist gestiegen: Im vergangenen Jahr haben 2,8 Millionen Menschen mehr Geld für einen guten Zweck gegeben.
Größte Spendenbereitschaft in Baden-Württemberg
Deutschland bleibe eine spendenstarke Gesellschaft, das zeigten auch andere Untersuchungen, so die Forscher. Regional gibt es demnach aber große Unterschiede: Im Schnitt am meisten gespendet wurde in Baden-Württemberg mit rund 570 Euro. Danach folgen Bayern und Hessen.
Die Spitzenreiter würden trotz zunehmender Probleme der Industrie immer noch zu den reichsten Regionen Deutschlands zählen, so begründet es das IW. In Baden-Württemberg haben 50 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gespendet.
Rheinland-Pfalz auf Platz 13 von 16
In Rheinland-Pfalz lag der Anteil der Spenderinnen und Spender im Land bei 48 Prozent. Die Menschen haben im vergangenen Jahr pro Kopf durchschnittlich knapp 270 Euro gespendet.
Das Bundesland liegt auf dem drittletzten Platz, vor Niedersachsen und Schlusslicht Sachsen-Anhalt. Die Begründung der IW-Forscher: In strukturschwächeren Regionen und in Ostdeutschland seien die Spendenbeträge deutlich geringer.