Der Mittag ist die Mitte des Tages, er teilt den Tag in zwei Hälften. Viele Rituale sind mit ihm verbunden: von der Mittagspause mit gemeinsamem Essen über Zeitunglesen bis hin zum kleinen Schläfchen. Was der "wahre" Mittag ist, und dass entscheidende historische Entwicklungen an ihm hängen, erklärt der Astronom Dr. Florian Freistetter. Auch in den Medien hat sich die Mittagszeit im Laufe der Geschichte unterschiedlich niedergeschlagen: Wir geben einen Überblick vom Mittagsblatt zum Mittagsmagazin.
Traditionell ist der Mittag die Zeit für die Hauptmahlzeit des Tages. Doch wie sieht es aus in einer Gesellschaft, deren Lebensrhythmus immer individueller wird, in der die Mittagspause an Bedeutung verliert und das Essen schnell gehen soll: Wie schafft man es, trotzdem etwas Gesundes bereit zu haben? Vielleicht mit Meal Prepping …
Über das Tischgespräch und seine kulturhistorische Entwicklung vom Mittelalter bis heute sprechen wir mit Prof. Dr. Angelika Linke. Und nach dem Essen fühlt man sich allzu oft müde. Siesta oder Mittagsschlaf sind hierzulande eher älteren Menschen vorbehalten. Ben Rakidžija hat die "Verteidigung des Mittagsschlafs" geschrieben und lädt alle dazu ein, es einmal mit einem Nickerchen als bewusstes Entfliehen vor dem permanenten Leistungsdruck zu probieren, denn, so sagt er: "Es macht die Gedanken wieder klar."
Außerdem erinnern wir an einen Klassiker des Western-Filmgenres: In "High Noon" aus dem Jahr 1952 spielt die Zeit eine ganz entscheidende Rolle.
Am Schluss lässt die SWR Kultur Matinee es noch einmal so richtig krachen: Jeden Tag um Punkt 12 Uhr wird im südafrikanischen Kapstadt eine Kanone abgefeuert, die so genannte Noon Gun. Wieso das so ist, erfahren Sie in dieser Sendung.
Redaktion: Almut Ochsmann
Msuikredaktion: Julia Kesch