Redewendung

"Ach du grüne Neune!" – Woher kommt der Ausdruck?

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Von Autor/in Rolf-Bernhard Essig

Über die Herkunft sind sich die Sprach- und Sprichwortforscherinnen und -forscher nicht ganz einig. Eine Idee lautet, dass es von einem Berliner Lokal kommen könnte. Tatsächlich ist es wohl auch im 19. Jahrhundert in Berlin aufgekommen. Dieses Lokal hatte eine Adresse, die man über den Grünweg erreichte, und es hatte die Nummer 9. Dort sei es immer sehr hoch hergegangen, sodass man es sich als Ausdruck der Empörung hätte vorstellen können.

Viele Redensarten um die Farbe Grün

Man muss aber wissen, dass es sehr viele Redensarten mit dem Ausdruck "grün" gibt: Auf keinen grünen Zweig kommen, ich bin dir grün, ein grüner Junge sein usw. Es kann auch negativ behaftet sein, etwa in dem Ausdruck "grün und gelb vor Neid sein".

Die Neun gehört zu den symbolischen Zahlen. Dahinter könnte demnach auch eine Zahlenmystik stehen. Aber wie gesagt: Hier stochert die Sprichwortforschung im Nebel.

Redewendung "Sich nicht ganz grün sein" und "dasselbe in Grün" – warum grün?

Jemandem grün sein kommt von der positiven Bedeutung der Farbe. Wenn ich jemandem grün bin, dann bin ich ihm gegenüber wachstumsorientiert, es ist in einen positiven Bereich hineingehend. Von Rolf-Bernhard Essig

Redensart "Jemandem den Schneid abkaufen" – Woher kommt der Ausdruck? Was bedeutet er?

Bundesaußenminister Guido Westerwelle verteidigte 2010 mit dieser Formulierung die Auswahl seiner Begleiter aus der Wirtschaft bei seinen Auslandsreisen, z. B. nach Brasilien.

Redensart Woher kommt "jemand spricht mit gespaltener Zunge"?

Die gespaltene Zunge in der Redensart bezieht sich auf die Schlange. Diese Tiere haben häufig eine vorne verzweigte Zunge, mit der sie sehr viel wahrnehmen. Von Rolf-Bernhard Essig

Redewendung "Wie die Jungfrau zum Kinde kommen" – woher kommt das?

Die übliche Art der Befruchtung ist hier nicht gemeint, sondern beispielsweise die Befruchtung durchs Ohr – tatsächlich eine Theorie scholastischer Theologen vor etwa 1.000 Jahren.

Redewendung "Das geht mir auf den Keks" – Woher kommt der Spruch?

Dieser Ausdruck, der in Berlin um 1900 modern geworden ist, kommt wahrscheinlich aus der Jugend- oder zumindest aus der Umgangssprache. Was weiß man noch über die Entstehung und Entwicklung dieser Redewendung? Von Rolf-Bernhard Essig