Mittlerer Osten

Afghanistan von der NATO allein gelassen – Angst vor Taliban und Bürgerkrieg

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Von Autor/in Silke Diettrich

ARD-Korrespondentin Silke Diettrich war als einzige Journalistin dabei, als der letzte deutsche Flieger ausgeflogen ist, zusammen mit Afghanen, für die der heimliche Abzug wie ein Schlag ins Gesicht war.

Es war mitten in der Nacht, die afghanische Armee war nicht eingeweiht: So haben die Bundeswehr und auch die USA ihre Stützpunkte im Land verlassen.

Frauen und Kinder geraten zwischen die Fronten – vor allem, seitdem die meisten NATO-Soldaten abgezogen sind
Frauen und Kinder geraten zwischen die Fronten – vor allem, seitdem die meisten NATO-Soldaten abgezogen sind Silke Diettrich, ARD-Studio Neu-Delhi Bild in Detailansicht öffnen
Sahar trainiert jede Woche mit anderen Mädchen für das Rennrad-Nationalteam in Afghanistan. Wenn Islamisten sagen, Mädchen gehören nicht aufs Rad, sagt Sahar: Dann erst recht!
Sahar trainiert jede Woche mit anderen Mädchen für das Rennrad-Nationalteam in Afghanistan. Wenn Islamisten sagen, Mädchen gehören nicht aufs Rad, sagt Sahar: Dann erst recht! Silke Diettrich, ARD-Studio Neu-Delhi Bild in Detailansicht öffnen
Fühlen sich im Stich gelassen: Ortskräfte, die für die Bundeswehr im Dienst waren
Fühlen sich im Stich gelassen: Ortskräfte, die für die Bundeswehr im Dienst waren Silke Diettrich, ARD-Studio Neu-Delhi Bild in Detailansicht öffnen
Zivilisten bewaffnen sich und bilden die letzte Front vor Masar-e Scharif
Zivilisten bewaffnen sich und bilden die letzte Front vor Masar-e Scharif Silke Diettrich, ARD-Studio Neu-Delhi Bild in Detailansicht öffnen
Sie bilden nun die letzte Front vor Masar-e Scharif: Milizen und bewaffnete Zivilisten
Sie bilden nun die letzte Front vor Masar-e Scharif: Milizen und bewaffnete Zivilisten Silke Diettrich, ARD-Studio Neu-Delhi Bild in Detailansicht öffnen
Silke Diettrich, ARD-Studio Neu-Delhi
Sie sind Taxifahrer, Bäcker oder Dorfvorsteher. Nun greifen sie zu den Waffen, um sich gegen die Taliban zu wehren Sie sind Taxifahrer, Bäcker oder Dorfvorsteher. Nun greifen sie zu den Waffen, um sich gegen die Taliban zu wehren Bild in Detailansicht öffnen
Sogar der afghanische Verteidigungsminister hat die Menschen im Land aufgerufen, sich zu bewaffnen und gegen die Taliban zu kämpfen
Sogar der afghanische Verteidigungsminister hat die Menschen im Land aufgerufen, sich zu bewaffnen und gegen die Taliban zu kämpfen Silke Diettrich, ARD-Studio Neu-Delhi Bild in Detailansicht öffnen
Ashmatullah zieht nun an die Front. Er ist eigentlich Taxifahrer, will nun seine Stadt aber vor den Taliban verteidigen
Ashmatullah zieht nun an die Front. Er ist eigentlich Taxifahrer, will nun seine Stadt aber vor den Taliban verteidigen Silke Diettrich, ARD-Studio Neu-Delhi Bild in Detailansicht öffnen
Nach fast 20 Jahren Einsatz: Der letzte deutsche Flieger verlässt Afghanistan
Nach fast 20 Jahren Einsatz: Der letzte deutsche Flieger verlässt Afghanistan Silke Diettrich, ARD-Studio Neu-Delhi Bild in Detailansicht öffnen

Zeitgleich nehmen die Taliban immer mehr Bezirke im Land ein und umzingeln die Provinzhauptstädte.

Im ganzen Land ist eine große Unruhe ausgebrochen: Viele befürchten einen Bürgerkrieg oder haben Angst davor, dass die dunklen Zeiten des islamischen Emirats der Taliban wieder bevorstehen. Andere können es kaum erwarten, bis der letzte ausländische Soldat das Land verlassen haben wird.