Mit Marschmusik führt der Moderator in die Veranstaltung ein. Reportage vom großen Sendesaal. Alles in Braun. Bürgermeister, Gauleiter, Reichsrundfunkkommissar, Musik.
Goebbels lange Rede besteht fast zur Hälfte aus Heimatgedanken: der Rheinländer. Stählerne Romantik. Wir sind die modernsten Menschen in Europa. Er spricht von der nationalsozialistischen Tendenz im Rundfunk. Wir haben eine Gleichschaltung zwischen Regierung und Volk erreicht. Der Rhein ist unser Strom und nicht unsere Grenze.
Intendant Heinrich Glasmeier. Erinnert an den Wahlkampf in Lippe mit Goebbels. Grüßt den neuen Bürgermeister von Köln Günter Riesen, nachdem Konrad Adenauer am 13. März unter Gewaltandrohung abgesetzt worden war.
23.2.1932 Goebbels keift gegen Hindenburg
23.2.1932 | Die Neuwahl des Reichspräsidenten steht an. Joseph Goebbels (NSDAP) beschreibt Hindenburg als Witzfigur und nutzt die Aussprache für eine "Abrechnung" mit der Regierung. Goebbels wird des Saals verwiesen. Der Rest der Debatte ist von Tumulten geprägt. Kurt Schumacher spricht von einem hohen Grad der Verachtung und "Dummheit" der Nationalsozialisten.
25.3.1933 Joseph Goebbels: "Der Rundfunk gehört uns!"
25.3.1933 | Am 25. März 1933 – nur einen Tag nach dem Ermächtigungsgesetz, mit dem Adolf Hitler Deutschland faktisch zur Diktatur gemacht hat – bestellt sein junger Propagandaminister Joseph Goebbels die Intendanten der Reichsrundfunkgesellschaft ein und hält einen ausufernden Vortrag darüber, wie er den Rundfunk im Sinne der Regierung einspannen will. "Wir machen gar keinen Hehl daraus: Der Rundfunk gehört uns und niemandem sonst. Den Rundfunk werden wir in den Dienst unserer Idee stellen und keine andere Idee soll hier zu Worte kommen!", sagt er, während er hörbar auf das Pult klopft.
23.4.1933 Propagandaminister Goebbels besucht den Bayerischen Rundfunk
23.4.1933 | Joseph Goebbels, Propagandaminister und Chef von Rundfunk und Presse in Hitlers Deutschland, besucht, flankiert von SA und SS, den Bayerischen Rundfunk.
Der Originalton beginnt mit einer Reportage vor dem Riemerschmidbau, dem Funkhaus in München. Der Intendant Richard Kolb feiert Goebbels als Eroberer Berlins.
16.6.1933 Propagandaminister Joseph Goebbels beim Norddeutschen Rundfunk
16.6.1933 | Propagandaminister Joseph Goebbels spricht im Funkhaus des Norddeutschen Rundfunks. Geistige Brücke zur Regierung und zum Volk schlagen. Er philosophiert über die Demokratie, über Minderheiten und Pfeilspitzen. Der Rundfunk als das modernste Medium für Massenbeeinflussung und die moderne Regierung der Nationalsozialisten. "Ausschlaggebend ist nicht, wer am Rundfunk spricht, sondern wer den Rundfunk hört." "Je stärker man auftritt, umso weniger wirkt es." Will lieber alte Nationalsozialisten im Radio sehen, statt einem, der aus Opportunismus der Partei beitritt. Eine "Kulturhyäne".
18.8.1933 Joseph Goebbels über den nationalsozialistischen Rundfunk
18.8.1933 | Propagandaminister Joseph Goebbels spricht anlässlich der Rundfunkausstellung in Berlin über den nationalsozialistischen Rundfunk. Was die Presse für das 19. Jahrhundert war , wird der Rundfunk für das 20. Jahrhundert sein.
Im Bild: Joseph Goebbels bei der Eröffnung der Rundfunkausstellung 1934 auf dem Messegelände in Berlin
Rundfunkgeschichte
Archivradio Der Rundfunk 1933 – Vom Massenmedium zum NS-Propagandainstrument
Das Radio ist das neue Massenmedium der Zeit. Als die Nazis im Januar 1933 an die Macht kommen, beginnen sie deshalb sofort damit, den Rundfunk auf Linie zu bringen. Das gelingt ihnen erstaunlich gut und schnell.