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Russisch besetzte Gebiete in der Ukraine – Folgen für die Bevölkerung

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Von Autor/in Andrea Beer, Ellina Samowilowa

Russland hält – Stand Dezember 2025 – etwa 20 Prozent der Ukraine besetzt. In diesen Gebieten leben schätzungsweise fünf bis sechs Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer.

Menschen, die die russische Besatzung erleben mussten, berichten von Rechtlosigkeit, Folter und Willkür. Wer sich weigert, einen russischen Pass anzunehmen, verliert Ansprüche auf Rente und medizinische Versorgung.

In Gesprächen über ein mögliches Kriegsende spielen diese Regionen, darunter die Halbinsel Krim, eine zentrale Rolle. Und der Kreml will sich auch nicht besetzte Gebiete vollständig einverleiben und russifizieren.

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18.3.2014 | Jahrzehntelang gehörte die Krim zur Ukraine – was für Moskau kein Problem war, solange es die Sowjetunion gab. Und auch danach nicht, solange in Kiew moskautreue Regierungen saßen, die die russische Kontrolle über den Militärhafen Sewastopol nicht gefährden.
Konflikte zwischen der Krim und der Zentralregierung in Kiew gibt es immer wieder, denn die russischsprachige Bevölkerungsmehrheit auf der Halbinsel fühlt sich Russland stärker verbunden als der Ukraine.
Die Ereignisse eskalieren im Februar 2014. In Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, kommt es zu Massenprotesten gegen die prorussische Politik von Präsident Wiktor Janukowitsch. Janukowitsch wird gestürzt und setzt sich nach Russland ab. Der proeuropäische Oleksandr Turtschynow übernimmt als Übergangspräsident Ende Februar die Regierungsgeschäfte, zusammen mit Arsenij Jazenjuk als Ministerpräsident.
Um die gleiche Zeit beginnt Russland mit der Annexion der Halbinsel Krim. Sie ist zunächst als Machtübernahme lokaler russischsprachiger Krimbewohner getarnt, bevor die russische Armee auch nach außen hin sichtbar wird. Am 18. März 2014 feiert Russlands Präsident Wladimir Putin öffentlich die Annexion, die aus seiner Sicht eine Reparatur historischer Fehlentscheidungen darstellt. Seine Rede sorgt für Aufsehen, denn er holt historisch weit aus. Er sagt allerdings auch, dass, entgegen der Befürchtungen des Westens, der Krim nicht noch weitere Regionen folgen werden.
Sein Versprechen, die Ukraine nach der Annexion der Krim nicht weiter anzutasten, bricht er spätestens mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine im Februar 2022.

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