Hüllformel: auf den Teufel anspielen, ohne ihn direkt zu nennen
Man sagt "zum Kuckuck" wie man sagt "zum Geier" oder "zum Henker" oder "zum Teufel". In diesen Fällen geht’s um die Hüllformel.
Der Kuckuck und der Geier – die gehören zu den sehr schlecht beleumundeten Tieren, zu den "Teufelstieren". Natürlich auch deswegen, weil der Kuckuck so ein durchtriebener, hinterhältiger Vogel ist, der einem gerne etwas unterjubelt.
Man spielt damit also auf den Teufel an, ohne ihn direkt zu nennen. Denn wie man aus anderen Redensarten weiß: "Wenn man den Teufel nennt, dann kommt er gerennt". Deshalb soll man den Teufel "nicht an die Wand malen".
Daher ruft man dann lieber "zum Kuckuck" oder zum Geier" und meint eigentlich "zum Teufel", weil man sich wahnsinnig über etwas ärgert.
Redensart Woher kommt "der Teufel ist ein Eichhörnchen"?
Der weit verbreitete Spruch hängt damit zusammen, dass das Eichhörnchen immer schon im Aberglauben negativ besetzt war. Denn zwei Faktoren verbinden es mit dem Teufel.
Redensart Sich grün und blau ärgern – woher kommt das?
Das ist eine Übertragung, da es hier eigentlich um eine Drohung geht: Ich werde dich grün und blau schlagen. Das hieß natürlich, jemanden so zu hauen, dass er Hämatome davonträgt. Von Rolf-Bernhard Essig