Oft keine natürlichen Feinde

Gebietsfremde Arten bedrohen heimische Tierwelt

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Immer mehr invasive Tierarten verlassen ihren ursprünglichen Lebensraum und siedeln sich bei uns an. Durch den Klimawandel können sich Tiere, die in anderen Teilen der Welt beheimatet sind, bei uns etablieren und ausbreiten.

Da sie hier oft keine natürlichen Feinde haben, vermehren sie sich rasant. Für die heimische Tierwelt stellt das eine Bedrohung dar, wenn die invasiven Arten ihnen den Lebensraum oder die Nahrung wegnehmen.

Nilgans (Anatidae) bei Traben Trarbach an der Mosel, Rheinland Pfalz, Deutschland
Kommt eigentlich aus Afrika. Die Gänse können auf Feldern Fraßschäden anrichten. Außerdem gibt es hygienische Bedenken wegen Verunreinigen durch Kot. 614067511 Bild in Detailansicht öffnen
Nahaufnahme eines Waschbären (Procyon lotor), der aus einer Baumhöhle schaut, Hessen, Deutschland
Stammt ursprünglich aus Nordamerika. Waschbären sind Allesfresser, gefährden Amphibien und heimische Vogelarten. 613866824 Bild in Detailansicht öffnen
Asiatische Hornisse
Die aus Südostasien stammende Hornisse attackiert heimische Insekten und Honigbienen. 594385808 Bild in Detailansicht öffnen
Sikahirsch (Cervus nippon), erwachsener männlicher Hirsch, stehend auf einer Waldlichtung im Herbst, England, Großbritannien
Bei dem aus Ostasien stammenden Sikahirsch besteht die Gefahr der genetischen Vermischung mit heimischem Rotwild. 576921713 Bild in Detailansicht öffnen
Am Bordstein einer Strasse krabbeln Ameisen. Die badische Gemeinde Schutterwald bei Offenburg wird derzeit von einer Ameisenplage heim gesucht. Große Mengen der als invasiv geltenden Ameisenart Tapinoma magnum ziehen durch das gesamte Örtchen.
Die Große Drüsenameise aus Südeuropa bildet riesige Superkolonien und verdrängt einheimische Insekten- und Ameisenarten. 516399695 Bild in Detailansicht öffnen
Signalkrebs, Signal-Krebs (Pacifastacus leniusculus), sitzt auf eine Fels, Deutschland, Hessen | signal crayfish (Pacifastacus leniusculus), on a rock, Germany, Hesse
Signalkrebse sind extrem gefräßig. Die aus Nordamerika stammende Art überträgt die Krebspest und verdrängt heimische Flusskrebse. 307239338 Bild in Detailansicht öffnen
An einem Tümpel mit dem Namen „Milchkaffee“ wird ein lebender Kalikokrebs gezeigt.
Der nordamerikanische Kalikokrebs ist ein Allesfresser. Außerdem überträgt er die Krebspest und zerstört heimische Ökosysteme. 244053345 Bild in Detailansicht öffnen

Viele der invasiven Arten sind sehr aggressiv. So attackieren zum Beispiel asiatische Hornissen die heimischen Honigbienen, der Signalkrebs kann zum Beispiel die Krebspest übertragen.

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