Seine Meinung zu einem Thema von Grund auf ändern, ist nicht immer einfach. Sarah hat es gemacht und ihre Entscheidung nicht bereut. Bei der 38-Jährigen waren eigentlich keine Kinder geplant, genauso wenig wie auf dem Dorf zu wohnen. Heute ist Sarah vierfache Mama und lebt gemeinsam mit ihrer Familie auf dem Dorf. Und sie ist sehr glücklich darüber:
„Ich wollte niemals aufs Land. Als meine Schwester aufs Land gezogen ist, habe ich sie ziemlich lange damit aufgezogen. Also ich bin wirklich jemand, der sich komplett gewendet hat.“
Sarah wohnt in Frankfurt, als sie ihren Mann kennenlernt, liebt die Großstadt und doch zieht sie der Liebe wegen in den Hunsrück: „Wir haben ziemlich schnell beschlossen, dass das Pendeln nichts ist und gesagt: ‚Wir machen jetzt Nägel mit Köpfen und probieren es.‘ Ein Motto, dem Sarah treu bleibt: Denn die vierfache Mama hat auch einen eigenen Laden, in dem sie u.a. Schmuck und Kleidungsstücke verkauft. Sechs Jahre lang ist dieser im Anbau des Privathauses, bevor sie Ende August 2021 in Simmern eröffnet: „Ich bin am leeren Geschäft vorbeispaziert und hab gefragt, ob ich mal gucken darf. Und dann habe ich tatsächlich, ohne darüber zu schlafen entschieden. Und habe es abends dann meinem Mann erzählt.“ Und so nutzt Sarah die Sommerferien, um den Laden zu renovieren – gemeinsam mit vier Kindern und dem Hund.
Die ehemalige Gestalterin und Kommunikationsdesignerin liebt die Selbstständigkeit: „Ich bin mein eigener Chef und bestimme, wie ich was mache und da stehe ich dann auch voll dahinter. Für mich wäre es das Schlimmste, den ganzen Tag im Büro zu sitzen. Ich liebe es mit den Menschen hier Gespräche zu führen und sie zu beraten.“ Der Laden gibt Sarah genau die Freiheit, die sie braucht, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Danach richten sich auch die Öffnungszeiten. Ihr Tipp für andere Menschen, die mit dem Gedanken der Selbstständigkeit spielen?
„Es einfach wirklich machen. Ich glaube, manchmal ist es gesund, nicht ganz so verkopft zu sein.“
"Babys sind der kleinste Teil meiner Arbeit”
Anna aus Stuttgart ist freiberufliche Hebamme und Trauerbegleiterin in Teilzeit. Zu ihrem Job gehören Termine wie Babybaden genauso wie Gespräche mit Frauen, die gerade ihr Kind verloren haben. Ein Job mit viel Emotionen, Verantwortung, Dankbarkeit und Frust.
„Wir sind alle näher an einer Behinderung als von einer weg” – Cary setzt sich für Barrierefreiheit ein
84 Menschen aus ganz Deutschland diskutieren über das, was sie bewegt. Das ist das ARD Dialog-Projekt „Was Deutschland verbindet”. Cary aus Tübingen ist dabei, ihr Herzensthema: Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderung.
„Dass man bei einer Geburt so sterben könnte, habe ich nicht realisiert.“ Jennys Gebärmutter ist bei der Geburt ihrer Tochter gerissen
Jenny aus Stuttgart hatte bei der Geburt ihrer zweiten Tochter eine Uterusruptur: Ihre Gebärmutter ist gerissen. Sie berichtet über die Geburt und warum sie das Leben heute feiert.
Erzähl uns Deine Story
Du kennst jemanden, dessen Geschichte wir unbedingt erzählen müssen oder Du hast selbst etwas zu erzählen? Dann sende uns einen Hinweis.