Orthopädie-Techniker Jörg macht Rollstühle fit für Namibia

Hilfe für Namibia: Orthopädie-Techniker Jörg repariert gebrauchte Rollstühle und spendet sie an hilfsbedürftige Menschen in Afrika.

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Von Autor/in Max Storr

Jörg ist Orthopädie-Techniker und verleiht mit seinem Reha-Service Rollstühle und andere Gehhilfen. Vor einigen Jahren entschließt er sich dazu, gebrauchte Exemplare zu erneuern, um damit Menschen in Namibia zu helfen. Ihn motiviert vor allem eines: „Die Dankbarkeit, die du kriegst, ist natürlich eine andere, wie wenn du hier was machst.“ In Deutschland seien die Menschen oft unzufrieden. Anders als in Afrika:

Die sagen: ‚Hey, toll, ich habe einen Rollstuhl, ich kann jetzt von A nach B.‘ Darum macht man das.

Jörg hat eine tiefe Verbindung zu Namibia

Zusammen mit seiner Frau Birgit reist Jörg seit zehn Jahren regelmäßig nach Namibia. Die beiden spüren eine tiefe Verwurzelung mit dem Land. Nach vielen Gesprächen mit Bekannten dort erkennt Jörg: Die Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln ist in Namibia schwierig und es gibt lange Wartezeiten.

Er beschließt, die Rollstühle, die bei ihm im Betrieb eigentlich zu schade zum Wegwerfen sind, lieber für den guten Zweck fit zu machen. „Mir ist es lieber, ich kann den Rollstuhl irgendwo hinbringen, abgeben, die da noch einen guten Nutzen von haben.“

Kinder werden mit Lauflernwagen versorgt

Unter anderem baut Jörg auch einen Lauflernwagen für die dreijährige Amber, die vorher nur krabbeln konnte. „Ich komme ja aus der Kinder-Reha, ich habe ja Kinder versorgt. Das war immer sehr emotional. Unsere Kinder waren damals selbst klein und du kommst dann in so eine Einrichtung rein und siehst ein behindertes Kind, was dasselbe Alter wie deine Tochter hat. Das hat mich schon immer sehr bewegt.“

Wenn man sieht, dass das Kind nach wenigen Tagen wirklich was macht mit dem Hilfsmittel, was du da runterschaffst, da muss einem das Herz aufgehen.

Ehrenamt erfüllt Jörg bis heute

Auch wenn die ehrenamtliche Tätigkeit mit Zeit- und Organisationsaufwand verbunden ist, hat Jörg viel Freude daran: „Dann merkt man eigentlich, für was man sowas lernt, für was hat man sich damals umschulen lassen. Um einfach zu helfen.“

Mehr als 60 Rollstühle sollen in den kommenden Monaten noch verschickt werden. Und bald steht für das Paar schon der nächste Besuch in Namibia an, wo sie auch die kleine Amber persönlich treffen werden.

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