Schule statt Industrie — Jonas wagt den Direkteinstieg als Berufsschullehrer

Jonas aus Karlsruhe hängt seinen Job in der Industrie an den Nagel und möchte Lehrer werden. Damit sind eine Menge Arbeit und ziemlich viele Hürden verbunden. Aber Jonas beißt sich für seinen Traumjob durch.

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Mann steht vor Klinkersteinmauer einer Berufsschule

"Ich versuche zu überleben, blöd gesagt. Tag für Tag überstehen, um dann zu sehen: ‚Das habe ich geschafft.‘ Das ist meine Strategie."

Jonas hat seinen Job in der Industrie als Maschinenbauingenieur an den Nagel gehängt. Er schwenkt um auf den Direkteinstieg als Lehrer an einer Berufsschule. Dabei merkt er, dass Außenstehende oftmals einen ganz anderen Blick auf den Lehrerstand haben: „Was gesehen wird: Ach, der arbeitet nur 25 Stunden und geht um 13 Uhr nach Hause. Dabei ist der Arbeitstag eigentlich nie vorbei! Ich kann nie sagen: ‚Jetzt ist Schluss.‘ Ich kann nachts, abends, den ganzen Tag vorbereiten. Auch am Wochenende.“

Lehren und lernen

Um als Lehrer arbeiten zu dürfen, muss er nicht nur Unterricht halten und vorbereiten, sondern auch selbst die Schulbank drücken, um Pädagogik und Fachdidaktik zu lernen. Ein Berg an Arbeit, der vor ihm liegt, bis er dann wirklich Lehrer ist.

"Man muss das Tag für Tag angehen. Wenn man das Ganze sehen würde, würde einen das erschlagen. Da nicht zu verzweifeln, ist das dickste Brett."


Dennoch ist Jonas positiv eingestellt: „Ich fühle mich vor der Klasse wohl. Das ist wichtig und zeigt mir, dass ich den richtigen Weg gegangen bin. Das könnte mein Ding werden!“

Traumjob Lehrer

Für Jonas lohnt sich der Stress – denn er sieht im Lehrerberuf seinen Traumjob. Und wenn ihm seine Schülerinnen und Schüler das am Ende danken, freut er sich: „Man schickt ein Lächeln raus und kriegt auch eines zurück. Da ist man bestärkt.“

Mehr zu Jonas, seinem Direkteinstieg als Lehrer und weitere Geschichten aus dem Berufsalltag gibt’s in der Reihe „Berufung? Deutschlands wichtigste Jobs“ in der ARD Mediathek.

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