Alleine schaffst du gar nichts. Wenn du tief in der Sucht bist, kommst du nur sehr schwer raus. Dafür brauchst du Unterstützung.“
Lâszló wächst in Budapest auf. Als er das erste Mal Drogen nimmt, ist er 14 Jahre alt. Heroin, LSD, Ecstasy, Kokain – er probiert alles und nimmt, wenn ihm das Geld ausgeht, auch „die allerletzte Scheiße“. Wegen Körperverletzung landet er zweimal im Gefängnis. Alkohol, Drogen, Probleme mit der Polizei, keine Freundschaft: Ein Teufelskreislauf, aus dem er allein nicht rauskommt.
Als die dritte Gefängnisstrafe bevorsteht, entscheidet sich Lâszló für einen Neuanfang. Er begibt sich in die Suchttherapie der Fazenda da Esperança. „Ich habe entschieden: Weg von allen Problemen – neues Leben, neuer Lâszló.“ Die christliche Einrichtung in Boppard ist kein klassisches Therapiezentrum. Das Projekt, das unter anderem mit EU-Mitteln gefördert wird, soll Drogenabhängigen helfen, sich selbst wieder- und zurück ins Leben zu finden.
Die Suchttherapie ist hart: Ein Jahr muss Lâszló nicht nur auf Drogen, Alkohol und Zigaretten, sondern auch auf Handy, Fernseher und Internet verzichten. „Ich bin einmal im Monat ausgeflippt und habe gesagt: ‚Das geht gar nicht.‘“ Doch das Leben, Beten und Arbeiten in Gemeinschaft hilft ihm nach und nach, klarzukommen. Besonders viel Spaß macht ihm die Arbeit in der hauseigenen Kaffeerösterei.
Inzwischen hat Lâszló die Therapie erfolgreich abgeschlossen und ist seit 17 Monate clean. „Ich fühle mich wie neu geboren, wie ein Baby,“ freut er sich. „Früher hatte ich keinen Plan, jetzt habe ich einen.“ Seit Kurzem arbeitet Lâszló in einer Bäckerei in Boppard und kann sich vorstellen, später eine Ausbildung als Tischler zu machen. Seiner geliebten Kaffeerösterei in der Fazenda hält er weiterhin die Treue: „Ich mache das von Herzen. Eine gut geröstete Tasse Kaffee ist was Besonderes.“
Im Rahmen der #Europawahl am 9. Juni haben wir Menschen und Projekte besucht, die von EU-Geldern unterstützt werden.
"Babys sind der kleinste Teil meiner Arbeit”
Anna aus Stuttgart ist freiberufliche Hebamme und Trauerbegleiterin in Teilzeit. Zu ihrem Job gehören Termine wie Babybaden genauso wie Gespräche mit Frauen, die gerade ihr Kind verloren haben. Ein Job mit viel Emotionen, Verantwortung, Dankbarkeit und Frust.
„Wir sind alle näher an einer Behinderung als von einer weg” – Cary setzt sich für Barrierefreiheit ein
84 Menschen aus ganz Deutschland diskutieren über das, was sie bewegt. Das ist das ARD Dialog-Projekt „Was Deutschland verbindet”. Cary aus Tübingen ist dabei, ihr Herzensthema: Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderung.
„Dass man bei einer Geburt so sterben könnte, habe ich nicht realisiert.“ Jennys Gebärmutter ist bei der Geburt ihrer Tochter gerissen
Jenny aus Stuttgart hatte bei der Geburt ihrer zweiten Tochter eine Uterusruptur: Ihre Gebärmutter ist gerissen. Sie berichtet über die Geburt und warum sie das Leben heute feiert.
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