Manche Männer haben Ihre Frau noch nie ohne Haare gesehen – ich schon.
Margret kann nicht aufhören – noch mit 72 Jahren fertigt und verkauft sie leidenschaftlich gern Perücken. Schon ihre Ausbildung hatte mit Haaren zu tun. Margret ist gelernte Friseurin und verkaufte zuerst nebenher Perücken. „Das hat mir noch mehr Spaß gemacht als Haare schneiden, weil es so kreativ ist.“ Als die Besitzerin eines Perückengeschäfts in den Ruhestand wollte, übernahm Margret den Laden. Mittlerweile gibt es das Geschäft in Trier seit 50 Jahren.
Bis heute stattet sie ihre Theatergruppe, Travestieshows und Menschen, die z.B. nach einer Chemotherapie eine Ersatzfrisur brauchen, mit Perücken aus. Sie berät Menschen im Laden und macht Hausbesuche.
Ihre Kundinnen und Kunden vertrauen Margret viel Persönliches an. Wie sie das schafft? „Ich weiß selbst nicht, wie ich das mache“, meint sie und lacht sympathisch. „Vielleicht ist es meine Art. Die Leute kommen rein und dann ist irgendwie sofort Vertrauen da.“
Ihr selbst sind nach einer Unterleibsoperation auch schon mal die Haare ausgefallen. „Das war für mich genauso ein Schock wie für meine Kunden. Und da habe ich sie noch besser verstanden, weil ich es am eigenen Leib erlebt habe. Haare sind eben schon der Schmuck jedes Menschen.“
Die Arbeit macht ihr auch nach rund 50 Jahren noch viel Spaß. „Solange es mein Gesundheitszustand zulässt, werde ich das noch machen. Gott sei Dank bin ich ja gerade immer noch fit und“ – sie lacht – „eine Powerfrau.“
Magdalena hat Endometriose
Erst nach zwölf Jahren Schmerz wird es Magdalena diagnostiziert: Endometriose. So meistert sie ihren Alltag, geprägt von ihrer Krankheit.
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