„Die Arbeit hier macht mir großen Spaß, auch mit den Leuten aus dem Verein. Und ich fühle mich hier einfach wohl. Das ist mein zweites Zuhause, wir sind wie eine Familie.“ (Tanja, arbeitet im Asternweg in Kaiserslautern, einem sozialen Brennpunktviertel)
Tanja ist im Asternweg aufgewachsen und hat hier die meiste Zeit ihres Lebens verbracht. In ihrem Viertel gibt es den Helferkreis Kalkofen, eine Ausgabestelle für Kleidung und Lebensmittel. Hier hat sich Tanja anfangs selbst Unterstützung gesucht
„Als der Helferkreis aufgemacht hat, habe ich mich selbst nie getraut, hierher zu kommen und mir etwas zu holen. Ich dachte, andere brauchen es bestimmt dringender als ich. Ich bin hier im Asternweg bei meiner Oma aufgewachsen. Aber als meine Oma 2019 gestorben ist, hatte ich keine andere Möglichkeit mehr.“
Für sie wird die Ausgabestelle ein Ort des Austauschs und immer häufiger unterstützt sie auch die Mitarbeitenden bei den Ausgaben. Dann erfüllt sich ein großer Traum für die 40-Jährige: Im Juni dieses Jahres kann Tanja den ersten Arbeitsvertrag ihres Lebens unterschreiben. Für sie ist das ein wichtiger Schritt, aber noch mehr liegt ihr auch weiterhin der Austausch mit den Menschen am Herzen, die ein offenes Ohr brauchen.
„Ich höre gerne zu, besonders auch älteren Menschen. Viele Schicksale, die ich erzählt bekomme, die gehen mir sehr nah. Und da sage ich mir dann immer: ‚Mir geht es eigentlich gut!‘ Hier kann ich helfen, wo ich kann. Anderen Leuten etwas Gutes tun, das ist für mich das Wichtigste!
Mehr Heimat:
"Babys sind der kleinste Teil meiner Arbeit”
Anna aus Stuttgart ist freiberufliche Hebamme und Trauerbegleiterin in Teilzeit. Zu ihrem Job gehören Termine wie Babybaden genauso wie Gespräche mit Frauen, die gerade ihr Kind verloren haben. Ein Job mit viel Emotionen, Verantwortung, Dankbarkeit und Frust.
„Wir sind alle näher an einer Behinderung als von einer weg” – Cary setzt sich für Barrierefreiheit ein
84 Menschen aus ganz Deutschland diskutieren über das, was sie bewegt. Das ist das ARD Dialog-Projekt „Was Deutschland verbindet”. Cary aus Tübingen ist dabei, ihr Herzensthema: Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderung.
„Dass man bei einer Geburt so sterben könnte, habe ich nicht realisiert.“ Jennys Gebärmutter ist bei der Geburt ihrer Tochter gerissen
Jenny aus Stuttgart hatte bei der Geburt ihrer zweiten Tochter eine Uterusruptur: Ihre Gebärmutter ist gerissen. Sie berichtet über die Geburt und warum sie das Leben heute feiert.
Erzähl uns Deine Story
Du kennst jemanden, dessen Geschichte wir unbedingt erzählen müssen oder Du hast selbst etwas zu erzählen? Dann sende uns einen Hinweis.