Tanja lebt und arbeitet im Brennpunkt Kalkofen

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Eine Frau steht vor Obstkisten.
Tanja nimmt sich viel Zeit für das Prüfen der Lebensmittel.
Eine Frau trägt grüne Handschuhe und befüllt Kisten mit Bananen und Kohlrabi.
Bis zur Ausgabe der Lebensmittel muss die 40-Jährige alle Kisten vorbereiten.
Eine Frau steht vor einigen Kisten, die mit Äpfeln gefüllt sind.
Das Obst und Gemüse wird für die Ausgabe von Tanja vorbereitet.

„Die Arbeit hier macht mir großen Spaß, auch mit den Leuten aus dem Verein. Und ich fühle mich hier einfach wohl. Das ist mein zweites Zuhause, wir sind wie eine Familie.“ (Tanja, arbeitet im Asternweg in Kaiserslautern, einem sozialen Brennpunktviertel)

Tanja ist im Asternweg aufgewachsen und hat hier die meiste Zeit ihres Lebens verbracht. In ihrem Viertel gibt es den Helferkreis Kalkofen, eine Ausgabestelle für Kleidung und Lebensmittel. Hier hat sich Tanja anfangs selbst Unterstützung gesucht

„Als der Helferkreis aufgemacht hat, habe ich mich selbst nie getraut, hierher zu kommen und mir etwas zu holen. Ich dachte, andere brauchen es bestimmt dringender als ich. Ich bin hier im Asternweg bei meiner Oma aufgewachsen. Aber als meine Oma 2019 gestorben ist, hatte ich keine andere Möglichkeit mehr.“

Für sie wird die Ausgabestelle ein Ort des Austauschs und immer häufiger unterstützt sie auch die Mitarbeitenden bei den Ausgaben. Dann erfüllt sich ein großer Traum für die 40-Jährige: Im Juni dieses Jahres kann Tanja den ersten Arbeitsvertrag ihres Lebens unterschreiben. Für sie ist das ein wichtiger Schritt, aber noch mehr liegt ihr auch weiterhin der Austausch mit den Menschen am Herzen, die ein offenes Ohr brauchen.

„Ich höre gerne zu, besonders auch älteren Menschen. Viele Schicksale, die ich erzählt bekomme, die gehen mir sehr nah. Und da sage ich mir dann immer: ‚Mir geht es eigentlich gut!‘ Hier kann ich helfen, wo ich kann. Anderen Leuten etwas Gutes tun, das ist für mich das Wichtigste!

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