Geburt ohne Hebamme: nicht vorstellbar

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Von Autor/in Ulrike Pia Stegemann

Eine junge Frau schaut direkt in die Kamera und lächelt.
„Es wäre unfassbar traurig, wenn Hebammen irgendwann „aussterben“. Ich kann mir keine Geburt ohne sie vorstellen. Das ist absurd!“
Khadydia mit ihrer Tochter auf dem Arm, schaut sie liebevoll an.
Khadydia hatte bei beiden Schwangerschaften dieselbe Hebamme. Auch nach der Geburt war sie sehr dankbar für die Unterstützung.
Ein Teil eines Beines und ein gelber Babyschuh sind zu sehen.
„Ich weiß nicht, wie es mir ohne meine Hebamme gegangen wäre. Ich hatte schon die Tendenz zu einer Schwangerschaftsdepression.“
Ein Baby liegt auf dem Rücken und lacht, weil die Nase mit dem Finger der Mutter berührt wird.
„Hebammen haben so eine Kompetenz und emotionale Intelligenz – gerade in so einer intimen Situation wie der Geburt.“

„Ich bin meiner Hebamme besonders dankbar dafür, dass sie einfach für mich da war – egal, was war.“

Khadydia (35) ist zweifache Mutter und hätte sich weder Schwangerschaft, Geburt noch Nachsorge ohne Hebamme vorstellen können. Insbesondere die Sorge um Komplikationen aufgrund einer Schwangerschaftsdiabetes konnte ihre Hebamme ihr nehmen und die anfänglichen Stillprobleme hat die junge Mutter dank ihr in den Griff bekommen: „Ich glaube, ich hätte auch definitiv die Flinte ins Korn geworfen.“

Auch emotional war sie eine große Stütze: „Ich glaube, jede Mutter kennt es, dieser Hormonschwall, der einfach auf einen einbricht und den auch der Partner nicht versteht. Damit erstmal klarzukommen und jemanden zu haben, der einen emotional abholen kann.“

Dafür, dass Hebammen nicht mehr finanziert werden sollen, hat Khadydia kein Verständnis: „Es wäre absurd, wenn Hebammen das Pflegebudget gestrichen werden würde, weil’s einfach jetzt schon erhöhte Schwierigkeitsgrade gibt für Hebammen und der Nachwuchs immer dünner wird und es einfach unfassbar traurig wäre, wenn es irgendwann keine Hebammen gäbe.“

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