Der Beginn der Spielsucht
Vadim ist glücksspielsüchtig. Schon mit 18 Jahren begann er regelmäßig in Kneipen mit seinen Freunden um kleinere Geldbeträge zu spielen. Was als Spaß und Beschäftigung begann, wurde schnell zur Ablenkung vom stressigen Alltag als selbstständiger Leiter eines Elektro- und Solarunternehmens.
Das ist eine geheime Sucht. Beim Drogensüchtigen siehst du das, beim Alkoholsüchtigen siehst du das, beim Spielsüchtigen siehst du das nicht. Der geht nüchtern da rein und nüchtern da raus.
Morgens war er der Erste in der Spielbank und abends der Letzte, der gegangen ist. Er vernachlässigte alles – Job, Familie und sich selbst. Den Bezug zu dem Wert von Geld hatte er verloren. Seine Sucht finanzierte er sich hauptsächlich durch den Gewinn des Unternehmens, aber vor allem durch Aufträge, die er unter der Hand annahm.
Die Spielsucht bringt ihn in die Haft
Von Vadims Spielsucht ahnte kaum einer was, auch er gestand sich seine Sucht erst in der Untersuchungshaft ein. Dort erzählte er auch seiner Familie von seiner Abhängigkeit. Wegen Steuerhinterziehung, Betrug und des Verstoßes gegen das Geldwäschegesetz wurde Vadim zu drei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt – davon saß er knapp zwei Jahre ab. 12 Monate war er im Festbau, den Rest im offenen Vollzug. Im Festbau lernte er schließlich Thomas Patzelt kennen, den Leiter des Vereins „Spielfrei24“. Er hatte Verständnis für seine Situation und bekam Hilfe. Nun engagiert sich Vadim selbst im Verein. Er möchte etwas zurückgeben und anderen im Kampf gegen ihre Glücksspielsucht helfen.
Der Verein hat mir geholfen offen damit umzugehen und dass ich die Möglichkeit hatte Thomas zu unterstützen. Mir wurde geholfen, also kann ich auch was zurückgeben.
Wenn ihr selbst von Spielsucht betroffen seid oder jemanden kennt, der oder die betroffen ist, bekommt ihr hier Unterstützung:
Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht: Tel: 0800 077 66 11
Spielfrei24: Tel: 06508-919 94 19 info@spielfrei24.de
Die Ausschnitte am Spielautomaten sind nachgestellte Szenen und dienen nur der Visualisierung.
"Babys sind der kleinste Teil meiner Arbeit”
Anna aus Stuttgart ist freiberufliche Hebamme und Trauerbegleiterin in Teilzeit. Zu ihrem Job gehören Termine wie Babybaden genauso wie Gespräche mit Frauen, die gerade ihr Kind verloren haben. Ein Job mit viel Emotionen, Verantwortung, Dankbarkeit und Frust.
„Wir sind alle näher an einer Behinderung als von einer weg” – Cary setzt sich für Barrierefreiheit ein
84 Menschen aus ganz Deutschland diskutieren über das, was sie bewegt. Das ist das ARD Dialog-Projekt „Was Deutschland verbindet”. Cary aus Tübingen ist dabei, ihr Herzensthema: Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderung.
„Dass man bei einer Geburt so sterben könnte, habe ich nicht realisiert.“ Jennys Gebärmutter ist bei der Geburt ihrer Tochter gerissen
Jenny aus Stuttgart hatte bei der Geburt ihrer zweiten Tochter eine Uterusruptur: Ihre Gebärmutter ist gerissen. Sie berichtet über die Geburt und warum sie das Leben heute feiert.
Erzähl uns Deine Story
Du kennst jemanden, dessen Geschichte wir unbedingt erzählen müssen oder Du hast selbst etwas zu erzählen? Dann sende uns einen Hinweis.