Theoretisch kann jeder morgen Krebs haben, theoretisch kann ich es auch wieder kriegen, aber von der Theorie versuche ich nicht auszugehen.
Krebs mit Anfang 20
Caro kennt ihren Körper und spürt, dass etwas nicht stimmt. Sie ist 23 Jahre alt, als sie auf einmal starke Schmerzen im Bauchraum bekommt. Die Schmerzen werden stärker, Tag für Tag. Sie sucht Hilfe bei einem Gynäkologen, fühlt sich dort jedoch nicht ernst genommen: „Dann durfte ich mich nicht mal hinsetzen. Also ich stand da einfach im Raum und mir wurde gesagt: Ja, nö. Wenn sie da jetzt Schmerzen haben, da können wir jetzt nichts machen.“ Sie wird weggeschickt und versucht sich zu beruhigen: „Der hat gesagt, da wäre eh nichts. Und ich versuchte dann, mich selbst wieder so ein bisschen zu beruhigen.“
2024 Diagnose Krebs: Operation und Chemotherapie
Aber die Schmerzen werden nicht weniger, sie werden mehr. Erst als sie unter schweren Schmerzen ins Krankenhaus kommt, erhält sie eine Diagnose: Krebs im Bauchraum. Ihr Alltag verändert sich. „Ich bin Erzieherin im Kindergarten. [...] Ich war gar nicht mehr arbeiten.“ Im Krankenhaus ist sie oft die Jüngste. Alle erinnern sie daran, dass es ungewöhnlich ist, dass so etwas jungen Menschen eigentlich nicht passiert. Aber es ist passiert. Während ihre Freundinnen arbeiten, feiern und reisen, durchlebt Caro eine schwere Zeit.
Unterstützung von Ehemann und Familie
Nach einer Operation wird ein Keimzellentumor aus ihrem Bauchraum entfernt, doch ihr Weg ist noch nicht vorbei: Sie muss noch eine Chemotherapie machen. In dieser Zeit steht Caros Familie ihr zur Seite. Ihr damaliger Freund Louis bleibt bei ihr, so oft er kann. Es sind diese Menschen, die Caro die Kraft geben, durchzuhalten. Heute ist Caro in Remission und arbeitet wieder im Kindergarten. Sie und Louis haben geheiratet und finden zusammen zurück in die Normalität. Für Caro ist klar: Sie würde den ganzen schweren Weg der Behandlung wieder auf sich nehmen, denn das Leben ist einfach lebenswert.
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