Stammzellspende gegen den Blutkrebs – So läuft eine Spende ab

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Stand

„Für mich sind es ein paar Nadelstiche – für jemand anderen sind es im besten Fall viele Jahre mehr Lebenszeit.“

Vor ein paar Jahren hatte sich Julius bei einer Stammzellspenderdatei typisieren lassen. Ein Wattestäbchen mit Speichel per Post versendet – mehr ist es erstmal nicht. Die Registrierung ist längst vergessen, da bekommt er einen Anruf. „Als ich den Anruf bekam, war ich ziemlich aufgeregt.“

Es ist eine Mitarbeiterin der Stammzellspenderdatei am Telefon. Er käme womöglich als Spender in Frage. Er solle zum Hausarzt gehen, Blut abnehmen lassen und die gefüllten Röhrchen der Stammzellspenderdatei schicken.

Erste und zweite Chance

Ein paar Tage später dann erneut ein Anruf. Man habe jemand anderen gefunden, der besser passt. Es vergehen ein paar Monate. Dann wieder der Anruf, gleiches Prozedere. Und diesmal wird es ernst.

Julius wird zur Spenderuntersuchung eingeladen. Dort unterzieht er sich medizinischen Tests, füllt Fragebögen aus und wird über den Ablauf einer Stammzellenspende unterrichtet. „Ich kannte bis dahin nicht mal meine Blutgruppe. Ich war überrascht und beeindruckt wie viel Zeit sich genommen wird, mich als möglichen Spender komplett durchzuchecken.“

Es kann losgehen – die Vorbereitung beginnt

Zwei Wochen später ist es so weit. Die Spenderfreigabe ist erteilt und die Vorbereitung beginnt. Mit Spritzen wird über mehrere Tage das Stammzellenwachstum angeregt. Die Spitzen gibt sich Julius selbst. „Das erste Mal hat mich schon Überwindung gekostet, aber ich wusste ja, dass es sein muss. Und bei der Zweiten wars dann schon nur noch halb so wild.“

Mit den Spritzen kommen die Nebenwirkungen. „Ich habe mich nach zwei, drei Tagen ziemlich aufgequollen gefühlt. Erkältungssymptome, die man auch bekommen kann, blieben aber zum Glück aus.

Und dann ist es so weit, der Tag der Spende. Wir haben Julius dabei begleitet. Den ganzen Film könnt ihr hier anschauen:

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