Kinderwunsch: Trotz sechs Fehlgeburten will Teresa nochmal Mutter werden

Teresa von der Schwäbischen Alb hatte schon sechs Fehlgeburten und möchte seit mehreren Jahren nochmal Mutter werden. Trotz der Rückschläge versucht sie es immer wieder.

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Von Autor/in Eddie Schatz

Alle sagen: ‚Kinder zu kriegen ist das Normalste der Welt‘. Aber man sieht, dass es überhaupt nicht normal ist.  
 

Teresas größter Wunsch ist es, ein Geschwisterchen für ihren Sohn zu bekommen. Weil sie schon ein Kind hat, ist sie zuversichtlich: „Das wird schon klappen. Aber ich hatte dann insgesamt sechs Fehlgeburten und eine Fehlgeburt mit Zwillingen.“ Nach der dritten Fehlgeburt wird sie auch medizinisch im Universitätsklinikum Tübingen begleitet. Schwanger zu werden ist bei Teresa nicht das Problem, schwanger zu bleiben hingegen schon. Dabei wachsen mit jeder Schwangerschaft auch ihre Ängste und Zweifel: „Bevor ich mit meinem zweiten Sohn schwanger wurde, habe ich gesagt: ,So, jetzt ist fertig!‘“ Trotzdem bleibt sie noch dran: „Allerdings, in dem Fall war das gar nicht so geplant und nicht mehr so erhofft, es ist dann einfach passiert.“ Sie wird zum insgesamt achten Mal schwanger, obwohl es laut den Fachleuten zu diesem Zeitpunkt sehr unwahrscheinlich ist.   

Die Geburt ihres zweiten Sohnes - Ein Wunder trotz aller Zweifel 

Und tatsächlich bringt Teresa ihren zweiten Sohn gesund zur Welt: „Ich habe meinen Körper irgendwann einfach Vertrauen geschenkt und auch gesagt, er wird es schon richtig machen.”  

Mittlerweile spricht Teresa offen über ihre Kinderwunschgeschichte – trotz Kritik. „Da kommen dann so komische Binsenweisheiten wie: ‚Dann hat es nicht sein sollen.‘ Man hätte fragen können: ‚Weiß man denn, woran es liegt?‘ Das wurde gar nicht erst gefragt.“ Ihr direktes Umfeld reagiert hingegen positiv.

Teresa wünscht sich mehr Offenheit und Aufklärung rund um die Themen Fehlgeburt, Schwangerschaft, Sexualkundeunterricht

Teresa wünscht sich außerdem mehr Aufklärung. Vor allem in ihrem Beruf als Grundschullehrerin sieht sie Verbesserungsbedarf: „Mir wurden da Bücher an die Hand gegeben, die nicht mehr up to date waren.“ Zudem sollte das Thema Kinderwunsch breiter gelehrt werden, findet sie: „Es wird auch nicht über andere Wege gesprochen, schwanger zu werden, abseits der traditionellen Methode.“

Sie lernt aber auch, ihrem Körper zu vertrauen, und geht ihren Weg. Das rät sie auch anderen Frauen: „Mach dein Ding! Und wenn du dir professionelle Hilfe suchst, ist es wichtig, dass man dort ernst genommen wird, die Menschen sich Zeit nehmen und ehrlich mit einem umgehen.“

Die SWR Doku „7 Tage im Kinderwunschzentrum“ begleitet Paare in Tübingen auf ihrem hoffnungsvollen Weg, ein Kind zu bekommen. Die Doku gibt es in der ARD Mediathek:

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Eddie Schatz
Porträt von Eddie Schatz