Meine Frau und ich haben schon immer Müll gesammelt. Beim Spazierengehen, wenn da was lag. Dann war ich 2020 in Rente und dachte: Jetzt hast du Zeit.
Durch sein Ehrenamt hat er keine Langeweile in der Rente
Waldemar sieht 2020 einen Aufruf in der Zeitung und entscheidet sich daraufhin, sich ehrenamtlich bei der städtischen Abfallwirtschaft zu engagieren: „Das war ein gutes Gefühl. Ich hatte Zeit übrig, nachdem ich keinen 8-Stunden-Tag mehr hatte und zu Hause war. Und meine Frau hat weiterhin gearbeitet. Da musste ich mir was einfallen lassen.“
Waldemar ist das Thema Mülltrennung wichtig
Schon in den 1990er-Jahren setzt sich Waldemar ehrenamtlich für die Mülltrennung ein: „Die Leute sollten das Trennen lernen. Dann kamen sie mit ihrem verschiedenen Plastikmüll und wir haben das mit denen zusammen getrennt. Irgendwann haben die das professionalisiert und dann brauchte man uns nicht mehr.“ Jetzt ist er als Müllpate in Hussenhofen unterwegs. „Ein Müllpate sammelt an Wegrändern, Waldwegen oder wo immer er denkt, dass sich Müll ansammelt. Da gibt es Abfälle, die gehören nicht in die Natur. Verpackung, Zigarettenkippen, aber auch größere Sachen wie alte Fahrräder, Reifen habe ich schon gefunden“, erklärt der 70-Jährige.
Müllpate: ehrenamtlich Müll sammeln
Anfangs geht er jede Woche für drei Stunden Müllsammeln, mittlerweile nur noch alle drei Wochen: „Nach einem halben Jahr war ich einmal durch im ganzen Ort. Am Anfang war es Wahnsinn, was man da gefunden hat. Jetzt ist es weniger geworden. Zum einen kommt nicht so viel neuer Müll dazu, wie wir wegräumen. Das andere ist, dass die Leute selbst anfangen zu sagen: Oh, das sieht ja viel schöner aus. Ich schmeiße meinen Müll hier nicht weg. Oder es gibt auch Leute, die sagen: Ach, ich sammle jetzt auch.“
Waldemar hat ein Ziel: „Ich will mir selbst sagen: Ich habe wenigstens etwas getan. Ich möchte erreichen, dass wir hier im Ort ein bisschen Bewusstsein schaffen, dass nicht so viel weggeschmissen wird und dass man das, was weggeworfen wird, richtig entsorgt.“
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