Ich bin eigentlich einer, der versucht, immer alles allein zu machen. Und jetzt durch meine Krankheit an die Grenzen stoße.
Mit 37 Jahren hat Mario aus dem Westerwald Parkinson diagnostiziert bekommen. „Meine Freundin wollte damals, dass ich zum Arzt gehe. Und der sagte schon: ‚Hoffentlich haben Sie eine gute Berufsunfähigkeitsrente‘. Nur diesen Satz, das hat der so stehen gelassen.“ Mario verdrängt lange seine Krankheit und spricht mit niemanden außer seiner Freundin darüber. Aber die Symptome werden mehr und mehr sichtbar. Mario hat ein Zittern an der Hand und Schwierigkeiten mit der Feinmotorik. „Das größte Problem, dass ich jetzt habe, ist das Gehen. Ich komme da in Trippelschritte rein und ruckzuck liege ich auf der Nase.“ Ein Schrittmacher im Kopf und Medikamente helfen ihm im Alltag. „Für Parkinson gibt es keine Patentlösung. Jeder Fall ist individuell.“
Das Haus verlässt er gehend eher selten. Ca. 200 Meter schafft er noch, danach braucht er eine Pause. Umso mehr mag es Mario daher, wenn Freunde und Bekannte nach seiner Hilfe fragen. „Ich habe früher schon gerne geholfen und das hat sich bis heute nicht geändert.“ Mit dem Auto kommt er noch gut rum.
Mehrmals in der Woche fährt Mario zum Tischtennistraining. Schon als Jugendlicher war er von diesem Sport begeistert. Nach einer langen Pause motiviert ihn ein Bekannter, wieder anzufangen. Heute spielt er in zwei unterschiedlichen Vereinen. Einmal in einer Gruppe, die sich PingPongParkinson nennt und speziell Menschen mit Parkinson anspricht und einmal in einem Verein, in dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammen trainieren.
Ich habe dort noch nie ein Spiel gewonnen. Ich gewinne mehr dadurch, dass ich mich wieder bewegt habe.“ Das Tischtennis fördert bei Mario die Geschicklichkeit, Konzentration und auch die Schnelligkeit. Im Training fehlt Mario so gut wie nie. Der Zusammenhalt ist ihm wichtig. „Ich will einfach dabei sein.
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