- Datum
- Beginn
- Adresse
- Mozartsaal
Schloss Schwetzingen
68723 Schwetzingen
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- Programm
- Robert Schumann
„Figurierter Choral“, aus: „Album für die Jugend“ op. 68 Nr. 42
Clara Schumann
Romance es-Moll op. 11 Nr. 1
Robert Schumann
Intermezzo e-Moll op. 4 Nr. 2
Robert Schumann
„Träumerei“ aus: „Kinderszenen“ op. 15 Nr. 7
Johannes Brahms
Drei Intermezzi op. 117
Cécile Chaminade
„Souvenance“, aus: Six romances sans paroles op. 76 Nr. 1
Fanny Hensel
Mélodie H-Dur op. 5 Nr. 1
Franz Liszt
„Consolations“ Nr. 1 und 2
Richard Wagner / Franz Liszt
Konzertparaphrase der Ouvertüre zur Oper „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“
sowie Briefe und Texte von
Clara und Robert Schumann, Gottfried Benn, Johannes Brahms, Rosemonde Gérard, Abraham Mendelssohn, Fanny Hensel, Alphonse de Lamartine, Heinrich Kornmann - Mitwirkende
- Sophie Pacini Klavier
Rebecca Immanuel Lesung
Im 19. Jahrhundert waren die Geschlechterrollen noch klar. Die Frau stand für Anbetung, Hoffnung, Hingabe, emotionale Vertiefung, feine Zwischentöne, aber auch Ohnmacht, Leiden und Verklärung, und ergänzte und vervollständigte mit diesen Eigenschaften auf ideale Weise den Gegenpol des Männlichen. Diese Sicht prägt auch die Kunst der Zeit. Sie ist in Musikstücken und Briefen der Trias Robert Schumann, Clara Schumann und Johannes Brahms zu erleben, ergänzt durch Texte und Klänge von Fanny Hensel, Abraham Mendelssohn, Cécile Chaminade und Heinrich Heine. Franz Liszt setzt den Schlusspunkt des literarisch-musikalischen Rückblicks: nicht nur mit zwei jener Nocturnes, die er unter dem Titel Consolations (Tröstungen) veröffentlichte, sondern auch mit seiner Klavierbearbeitung des Vorspiels zu Richard Wagners Tannhäuser. Der Titelheld dieser Oper ist hin- und hergerissen zwischen zwei Frauen, die gleichzeitig für zwei unterschiedliche weibliche Haltungen stehen: hier die sinnliche Venus, dort die tugendhaft-zurückhaltende Elisabeth. Tannhäuser stirbt daran, dass er sich zwischen beiden nicht entscheiden kann; hier runden die beiden Pole das Programm zu einem Universum der historischen Frauenbilder.
Residenzkünstlerin Sophie Pacini im Porträt
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