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Warum FCK-Keeper Julian Krahl "Freund und Feind" seiner eigenen Mannschaft ist

Julian Krahl gehört zu den besten Torhütern der 2. Liga. Mit dem FCK hat er noch einiges vor. Der Keeper weiß aber auch, wo er sich noch verbessern muss.

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Stand

Während die deutsche Nationalmannschaft sich in der Länderspielpause erfolgreich für die WM im kommenden Jahr qualifiziert hat, wurde auf dem Betze hart geschuftet. "Wir haben viel gearbeitet, besonders an der körperlichen Fitness, um da nochmal was drauf zu setzen", berichtet Keeper Julian Krahl im Podcast "Nur der FCK". Das habe auch damit zu tun, dass man in den kommenden Wochen einige Gegner vor der Brust habe, die läuferisch stark seien. Auf die Roten Teufel wartet Anfang Dezember außerdem auch wieder eine englische Woche - mit einem Pokalspiel am Dienstagabend in Berlin (02.12.) und einem Heimspiel gegen Dresden am darauf folgenden Samstag (06.12.).

Trotz der hohen Belastung zum Ende des Jahres wollen Krahl und sein Team den maximalen Erfolg aus dieser Saison rausholen. "Kurzfristig gesehen wollen wir dieses Jahr angreifen und Gas geben. Bis jetzt hat das ganz okay geklappt, wenn man die letzten drei Spiele vielleicht mal ausklammert", so der Torhüter.

Erst im Sommer haben Krahl und der FCK den Vertrag verlängert. Ein Zeichen, dass der Keeper sich bei den Pfälzern wohl fühlt und langfristig mit dem Klub erfolgreich sein will. "Wir müssen gucken, wo wir herkommen. Eine gewisse Demut tut immer gut, aber den nächsten Schritt zu machen, ist wichtig. Ich glaube, du wirst sportlich nur erfolgreich sein, wenn du weiter nach oben strebst."

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Wie FCK-Keeper Julian Krahl im Training an sich arbeitet

Um erfolgreich zu sein, arbeitet Julian Krahl hart an sich selbst. Er zieht seine Sicherheit aus den intensiven Trainingseinheiten: "Ich komme über Wiederholungen. Je mehr ich mache, desto besser fühle ich mich."

Gerade bei Torhütern spielt allerdings nicht nur die körperliche Verfassung, sondern auch der Kopf eine wichtige Rolle. "Man muss sich selbst kennen und wissen, wie man sich selbst zurückholt, wie man mit Fehlern umgeht, wie man auch mit guten Aktionen umgeht. Es bringt auch nichts, wenn du einen Ball hältst, total viel Adrenalin hast und dann irgendeinen Quatsch machst. Es ist total wichtig, dass man sich selbst kennt", sagt Julian "Kralle" Krahl über die mentalen Herausforderungen im Profisport.

Rettungstat von FCK Keeper Julian Krahl gegen den Nürnberger Mikael Biron (Endstand 1:1).
Rettungstat von FCK Keeper Julian Krahl gegen den Nürnberger Mikael Biron (Endstand 1:1).

Julian Krahl ist beim FCK "Freund und Feind" der eigenen Mannschaft

Krahl ist beim FCK sehr schnell in die Rolle des Führungsspielers hineingewachsen. Seit er die Nummer 1 im Kasten der Roten Teufel ist, ist er der lautstarke Rückhalt seines Teams, auf und neben dem Platz. "Für mich gehört es zum Torwartspiel dazu, dass du hinten Freund und Feind deiner eigenen Mannschaft bist. Du musst in der Lage sein, einem mal in den Arsch zu treten, wenn es nicht so läuft. Du musst aber auch Jungs aufbauen, die den Aufbau brauchen", so der Keeper.

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"Wenn mal ein schlechtes Spiel dabei war, dann muss man das auch klar ansprechen - ohne Sachen zu negativ zu reden oder sich in den Himmel zu loben. Und wenn es mal so ist, dass man nach dem Spiel seinen Frust rauslässt, dann ist das so und dann ist das auch vollkommen okay. Wichtig ist nur, dass man innerhalb der Kabine mit den Jungs redet, das machen wir alle miteinander."

Krahl will mit Ball am Fuß besser werden

Krahl ist mittlerweile ohne Zweifel ein gestandener Zweitligatorwart, mit großen Stärken im Eins gegen Eins oder auf der Linie. Was nicht zu seinen Stärken gehört, ist das Spiel mit dem Fuß. Da gibt sich "Kralle" auch durchaus selbstkritisch: "Einerseits die technische Voraussetzung, zu spielen, was du spielen willst. Andererseits die Voraussetzung im Kopf, Dinge und Situationen zu erkennen. Ich denke, da habe ich in beiden Lagern noch Luft nach oben!"

Welche Rolle Glück für den sportlichen Erfolg spielt, wie sein Verhältnis zu Konkurrent Simon Simoni ist, warum er zurzeit kein Social Media mehr nutzt und wie er sich mit FCK-Ikone Gerry Ehrmann austauscht - das alles verrät Julian Krahl in der aktuellen Folge des "Nur der FCK" Podcasts. Ab sofort überall da, wo es Podcasts gibt und direkt über den folgenden Link:

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Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Sebastian Zobel
Bild von Sebastian Zobel, Redakteur im SWR Studio Kaiserslautern
Stefan Kersthold
SWR Sportreporter Stefan Kersthold am Mikrofon

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