Bundesliga

"Das Licht ist an": Heidenheims Überlebenskünstler im Dreikampf

Der Abstiegskampf der Bundesliga könnte in einem Finale Furioso mit drei punktgleichen Teams kulminieren. Der 1. FC Heidenheim wittert Morgenluft.

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Stand

Wenn Frank Schmidt in den Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga blickt, flimmert dort ein Funken Hoffnung. "Das Entscheidende ist, dass das Licht nicht aus ist. Wie es brennt und wie gedimmt es ist, spielt keine Rolle", sagte der Trainer von Schlusslicht 1. FC Heidenheim bereits am Donnerstag (07.05.): "Das Licht ist an. Wir sehen noch die Chance, die Klasse zu halten."

Es geht noch was für den Außenseiter, der doch so lange als sicherer Absteiger galt. Nur eines der vergangenen sechs Spiele ging verloren, zuletzt kratzte der FCH beim deutschen Meister Bayern München (3:3) an der Sensation. Am Sonntag, wenn Heidenheim beim 1. FC Köln (17.30 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de) sein letztes Auswärtsspiel der Saison bestreitet, könnte ein Sieg der Liga ein episches Abstiegsfinale am letzten Spieltag bescheren.

Heidenheim rechnet nicht

"Wir rechnen nicht und rechnen uns auch nichts schön. Wir haben einen Auftrag. Wir müssen ein Spiel gewinnen, das ist das einzige, was wir beeinflussen können", sagte Schmidt. Fußball sei aber ein Tagesgeschäft: "Wenn es am Ende des Tages die Geschichte ist, dass wir es schaffen, dieses Spiel zu gewinnen und eine Konstellation am letzten Spieltag haben, wo alles möglich ist - da hätten wir richtig Bock drauf."

Heidenheim

Meinung Heidenheims Fight hat die Relegation verdient!

Der 1. FC Heidenheim bastelt an einer Aufholjagd, die es in der Bundesliga noch nie gegeben hat. Die Relegation wäre verdient, kommentiert SWR-Sport-Redakteur Patrick Stricker.

Stadion SWR1

Wenn Schlusslicht Heidenheim in der Domstadt gewinnt, geht es punktgleich mit dem FC St. Pauli (nach dem Samstagsspielen auf Platz 17) und dem VfL Wolfsburg auf dem ersehnten Relegationsrang 16 in den letzten Spieltag. Alle drei Teams hätten dann 26 Zähler auf dem Konto.

Heidenheim ist optimistisch

Heidenheim spielt zudem in die Karten, dass sich St. Pauli und Wolfsburg am 34. Spieltag kurioserweise gegenseitig Punkte wegnehmen, während das Schmidt-Team parallel im eigenen Stadion gegen den bereits geretteten 1. FSV Mainz 05 ran muss.

"Wir gehen in die letzten zwei Spieltage und es gibt noch verschiedene Konstellationen, was die Tabelle betrifft", sagte Schmidt am Donnerstag: "Das ist der besondere Umstand, für den wir sehr dankbar sind und für den es sich weiter lohnt, mit allem zu kämpfen, was wir haben." Die Konkurrenz ist gewarnt.

Heidenheim hofft auf einen Showdown

Auch Dieter Hecking weiß als Coach des VfL Wolfsburg um die neue Heidenheimer Stärke. "Es wird ein Dreikampf werden. Heidenheim zeigt gerade, dass sie sich noch längst nicht aufgegeben haben", prophezeite er bereits vor dem 33. Spieltag und der Heimniederlage seiner Wölfe gegen den FC Bayern (0:1). Es wird somit einen Showdown am 34. und letzten Spieltag der Saison 2025/2026 geben.

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Michael Richmann
Michael Richmann ist Sportredakteur, Podcast- und Feature-Autor für SWR Sport und SWR Kultur.

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