Fabian Schleusener und der Karlsruher SC gehen getrennte Wege. Beide Parteien einigten sich laut Klub-Angaben darauf, den im Sommer auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Schleusener spielte zunächst in der Saison 2017/18 und dann seit 2021 für die Badener. Dem mittlerweile 34-Jährigen gelangen in dieser Zeit 71 Tore in 216 Partien.
"Fabian Schleusener hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einer Identifikationsfigur des KSC entwickelt und ist mit einer hohen Leistungsbereitschaft vorangegangen", sagte Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann: "In den vertrauensvollen Gesprächen ist der Entschluss gereift, dass nach nun fünf Jahren beim KSC nun der Zeitpunkt für eine Luftveränderung für 'Schleuse' gekommen ist."
Schleusener hat "das KSC-Trikot immer sehr gerne und voller Stolz getragen"
Trainer Christian Eichner hatte Schleusener vor fünf Jahren zum KSC geholt und seitdem gecoacht. Nachdem der Verein Anfang April "nach intensiven und offenen Gesprächen" angekündigt hat, dass der 43-Jährige den KSC im Sommer verlassen wird, um laut Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann für "frische Impulse" zu sorgen, hatte Schleusener seine Zukunft beim KSC offen gelassen. "Es ist so, dass der Verein gewisse Vorstellungen hat, wir sprechen darüber. Auch ich habe meine Vorstellungen - und wir müssen schauen, inwieweit wir zusammenkommen", sagte er nach dem klaren 4:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld.
Nun ist die Entscheidung gefallen. Schleusener blicke auf "eine ganz besondere Zeit [...] voller Intensität, Leidenschaft und Energie" zurück, die er "immer in positiver Erinnerung behalten" werde. "Ich habe das KSC-Trikot immer sehr gerne und voller Stolz getragen." Viermal hat er dazu noch Gelegenheit. "In den verbleibenden Spielen möchte ich nochmal alles auf dem Platz lassen, um mich bestmöglich von den KSC-Fans zu verabschieden." Es könnte sein, dass dem KSC nach dem beschlossenen Abgang von Trainer Eichner und Torjäger Schleusener ein etwas größerer Umbruch bevorsteht. Auch Kapitän Marvin Wanitzek ließ seine Zukunft zuletzt offen.
Eichner will austrudeln verhindern
Trotz des sportlich bedeutungslosen Saisonendspurts sieht Trainer Eichner "genug Gründe" für seine Spieler, sich auch in den verbleibenden Partien reinzuhängen. "Der eine oder andere wird im Sommer nicht mehr da sein. Daraus sollte schon eine große Energie entstehen", sagte der Coach. Laut Eichner bietet der bevorstehende Wechsel auf der Trainerbank zudem die Möglichkeit, sich zu empfehlen. "Ich würde als Spieler in der jetzigen Situation schon schauen, dass ich in die Spur komme - oder in der Spur bleibe", sagte der 43-Jährige, der nach dieser Saison im Wildpark aufhören wird. "Denn der neue Kollege schaut ja auch drauf." Noch ist unklar, wer auf Eichner folgen wird.
Mit Ausnahme der langzeitverletzten Profis kann der Tabellenachte, der weder mit dem Abstiegs- noch mit dem Aufstiegskampf etwas zu tun hat, auf alle Spieler zurückgreifen. Allerdings müsste der KSC gegen Hannover anders auftreten als zuletzt beim 0:3 bei der SV Elversberg. "97 Prozent werden nicht reichen", sagte Eichner und wünscht sich: "Die Mannschaft soll die letzten vier Spiele aufsaugen. Ich nehme im Training nichts wahr, was dagegenspricht."