Fußball-Bundesliga

"Hungrige Jungs": Prömel erklärt das neue Gesicht der TSG Hoffenheim

Es läuft derzeit wie am Schnürchen für die TSG Hoffenheim - und auch für Grischa Prömel. In SWR Sport spricht er über sein Comeback sowie über prominente Wegbegleiter.

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Stand

Von Autor/in Lena Bergmann

Grischa Prömel ist 30 Jahre alt, Bundesligaspieler und hat mit der TSG Hoffenheim gerade eine richtig gute Zeit: Sieben Siege aus zehn Spielen - was momentan so gut funktioniert? "Eine ganze Menge. Es macht zum einen extrem viel Spaß, zum anderen sind wir erfolgreich. Wir haben eine gute Energie in der Mannschaft, wir haben hungrige Jungs", sagte der offensive Mittelfeldspieler am Sonntag (14.12.2025) im TV-Studio von SWR Sport.

TSG-Spieler Prömel: "War eine lange Leidenszeit"

Noch vor einem Jahr sah das ganz anders aus. Nicht nur, was die Leistungen der Kraichgauer in der Liga angeht. Damals steckte Prömel nach einem Kreuzbandriss mitten in der Reha. Wie hart er an seiner Genesung gearbeitet hat, weiß sein Physiotherapeut Michael Eyrainer, der Prömel bei dessen täglichen Einheiten während der Reha betreut hat: "Grischa hat eine Aura im Raum. Er ist ein besonderer Mensch und ein absolut professioneller Spieler."

Seit August ist Prömel wieder im Einsatz, und er zählt erneut zu den Stammspielern der TSG: "Ich genieße jedes Bundesligaspiel, denn es war eine lange Leidenszeit. Ich habe hart dafür gekämpft, zurückzukommen. Jetzt bin ich wieder in Topform und froh, dass ich der Mannschaft helfen kann."

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Zuvor habe ihm der Verein geholfen, in Hoffenheim habe man für sein Comeback "alles Mögliche getan. Es ist ein cooler Verein mit unglaublichen Möglichkeiten", lobte Prömel die TSG: "Jeder, der mal das Trainingsgelände von uns gesehen hat, der weiß einfach, wie innovativ unser Verein ist und dementsprechend macht es Spaß, für Hoffenheim zu spielen."

Dass Prömel sich "dermaßen gut zurückgemeldet hat", freut auch Hoffenheims Trainer Christian Ilzer. Als Vizekapitän und Teil des Mannschaftsrats steht Prömel mit Ilzer stets im engen Austausch: "Wir sind beides Typen, die nach dem Maximum streben und alles für den Erfolg tun - und deswegen sind wir da auf einer Wellenlänge."

Das neue Gesicht der TSG Hoffenheim

Ilzer habe Prömel nach dessen Comeback für die Startelf "kämpfen lassen", aber das respektiert der Mittelfeldspieler: "Er ist der Chef im Verein, er probiert natürlich, eine gute Gruppe an Spielern zu finden und das hat er definitiv geschafft. Nicht umsonst haben wir jetzt vier Spiele zu Hause gewonnen. Das trägt natürlich auch die Handschrift des Trainers, weil er uns viel mitgibt und viel abverlangt."

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Die umfangreiche Erneuerung des Kaders vor der aktuellen Spielzeit trägt Früchte, denn statt Abstiegskampf orientiert sich der Tabellenfünfte derzeit in Richtung internationale Plätze. "Man hat bei uns in der Mannschaft schon gesehen, dass wir jetzt ein neues Gesicht haben. Wir haben einen neuen Weg ausgerufen, wozu sich jeder verschrieben hat und den gehen wir stetig weiter", so Prömel bestimmt.

Training unter Ilzer: "Macht nicht immer Spaß"

Diese Leistungen kommen nicht von ungefähr. Ilzer ist bekannt für hohe Ansprüche und harte Trainingseinheiten: "Es macht nicht immer Spaß", schmunzelte Prömel: "Aber ich habe wenige Spieler in meiner Karriere erlebt, die zum Wochenende hin funktionieren konnten, wenn sie unter der Woche Larifari gemacht haben." Ein hohes Trainingsniveau, das begrüßt der gebürtige Stuttgarter: "Nur wenn man sich wirklich fordert und kitzelt, kann man auch das Maximale aus sich herausholen."

Noch bevor Prömel in Ilzers Einheiten zu schwitzen begann, prägte ihn eine andere Trainerfigur: Unter Urs Fischer - seit kurzem bei Mainz 05 an der Seitenlinie - stieg der Schwabe 2019 gemeinsam mit Union Berlin in die Bundesliga auf. Eine Zeit, die Prömel als "mit die schönste in seiner bisherigen Karriere" bezeichnet.

Prömel über Urs Fischer: "Hat mich zum Bundesligaspieler gemacht"

"Er hat mir die Augen geöffnet, mir meine Stärken und Schwächen dargelegt und gesagt, woran ich arbeiten muss, dass ich am Ende auch ein guter Bundesligaspieler werden kann", sagte Prömel über Fischer. Bis heute seien die beiden "eng verbunden. Ich habe dem Urs und dem Trainerteam so viel zu verdanken, sie haben mich zum Bundesligaspieler gemacht."

Ein Bundesligaspieler, der bereits A-Kader-Luft in Sachen Nationalmannschaft schnuppern durfte. Erstmals in den DFB-Kader berufen wurde Prömel im November 2023, damals kam er jedoch nicht zum Einsatz.

Kehrt Prömel für die WM 2026 in den DFB-Kader zurück?

Bundestrainer Julian Nagelsmann kennt Prömel jedoch nicht nur über den DFB. Nagelsmann war es, der Grischa Prömel als Jugendspieler von den Stuttgarter Kickers nach Hoffenheim lotste. 2014 gewann Prömel unter ihm mit der U19 der TSG die deutsche A-Junioren-Meisterschaft. Bis heute halten die beiden Kontakt. "Er hat mich damals nach Hoffenheim geholt und das war so ein bisschen der Kickstart in meine Profikarriere. Ich bin froh, dass er jetzt Nationaltrainer ist."

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Prömel: Erfolg mit Hoffenheim "einfach genießen"

"Ich mache mir da noch gar keine Gedanken", sagte Prömel: "Das liegt noch sechs Monate in der Zukunft und der Fußball ist so schnelllebig, da kann viel passieren. Ich genieße es einfach, mit Hoffenheim erfolgreich zu sein und dann schauen wir mal, was passiert."