Freiburgs Mittelstürmer Igor Matanovic erlebt aktuell die besten Wochen seiner Karriere als Profi-Fußballer. Als ein fester Bestandteil der Sport-Club-Offensive trägt er einen großen Anteil an der starken Bundesliga-Saison des Vereins und am größten Erfolg des SC Freiburg, dem Einzug ins diesjährige Europa-League-Finale. Auch bei der 2:3 (1:1)-Niederlage beim Hamburger SV machte der Kroate in seiner Geburtsstadt wieder auf sich aufmerksam, er sorgte per Rechtsschuss (16. Minute) und per Kopf (87.) für die beiden Freiburger Treffer.
Zu holen gab es für den Europa-League-Finalisten aus dem Breisgau im hohen Norden trotzdem nichts. Bakery Jatta (14.), Luka Vuskovic (64.) und Fabio Baldé (67.) trafen drei Mal für den HSV. Ein verdienter Sieg gegen müde Freiburger. "Es liegt nicht daran, dass wir den Fokus nicht auf der Bundesliga hatten", beteuerte Matanovic nach dem Spiel im Sportschau-Interview. "Wir schauen von Spiel zu Spiel. Wenn wir das nicht machen würden, hätten wir ein riesen Problem mit dem Trainer."
Matanovic: "Auf dem Boden bleiben und nicht vergessen wo wir herkommen"
Matanovic hob die erdende Rolle, die Trainer Julian Schuster für die Freiburger Mannschaft hat, nochmals hervor: "Er sagt es uns jeden Tag, dass wir auf dem Boden bleiben sollen, jeden Tag uns erinnern, wo wir herkommen, was für eine Entwicklung wir genommen haben in dieser Saison." Durch die Niederlage bleibt die Bundesliga-Saison für die Badener weiterhin spannend.
Denn der SC Freiburg ist nach wie vor nicht für das internationale Geschäft in der kommenden Saison qualifiziert. Für Trainer Julian Schuster ist aber selbst die Chance auf die Qualifiaktion am letzten Spieltag im Heimspiel gegen RB Leipzig (16.5., 15:30 Uhr, live im Audiostream auf Sportschau.de) ein Erfolg. "Hätten wir vor der Saison gesprochen, dass wir genau diese Möglichkeit noch haben, zu entscheiden, was in der kommenden Saison passiert, auch zu Hause, das sind Dinge, die uns positiv stimmen", sagte Schuster.
SC Freiburg stehen jetzt zwei Endspiele bevor
Der Trainer zeigte für den recht kraftlosen Auftritt seiner Mannschaft nach dem Einzug ins Europa-League-Finale teilweise Verständnis. Aber: "Auf der anderen Seite ist das auch für uns möglicherweise der nächste Entwicklungsschritt, dies anzunehmen und daraus zu lernen", sagte Schuster.
Damit die Freiburger das Gelernte nächste Saison auch umsetzen können und wieder viele englische Europa-Pokal-Wochen im Breisgau erleben, sollte der SC Freiburg eines der nächsten beiden Spiele gewinnen. Entweder das Bundesliga-Spiel gegen Leipzig. Dann wartet die Qualifikation zur Conference League auf den Sport-Club. Oder das Finale am 20. Mai in Istanbul gegen Aston Villa. Dann würden die Freiburger nächstes Jahr in der Champions League antreten.