Moral und Einstellung der Heidenheimer stimmten, doch es war wieder mal nicht genug für den Tabellenletzten. "Wir hätten es am Ende auch verdient gehabt", war sich FCH-Trainer Frank Schmidt sicher und bezog sich dabei auch auf den Kampfgeist seiner Elf von der Ostalb trotz zweimaliger Rückstände. "Es war ein schwerer Start für uns, und trotzdem haben wir uns zurückgekämpft", sagte Schmidt nach der Partie.
Gladbach war in der 16. Minute dank Youngster Mohya in Führung gegangen. Nach einer Freistoß-Flanke brachte FCH-Kapitän Patrick Mainka Heidenheim per Kopfballtreffer zurück ins Spiel (26.) "Dann müssen wir schon vor der Halbzeit mit den Chancen, die wir haben, in Führung gehen. Das ist uns nicht gelungen", erinnerte Schmidt an die beiden Großchancen von Honsak (44.) und Mainka (45. +2), die jeweils an Gladbach-Keeper Nicolas scheiterten.
FCH-Kapitän Mainka: "Tut weh"
Nach der Pause war der FCH sogar die bessere Mannschaft, aktiver und mutiger als Gladbach. Man habe "das Spiel kontrolliert", meinte Schmidt. Marnon Buschs Treffer in der 64. Minute und die daraus folgende 2:1-Führung für Heidenheim sei verdient gewesen. "Aber dann haben wir auch zwei bis drei Mal verpasst, für die Vorentscheidung zu sorgen", kritisierte der Chefcoach.
Bundesliga Heidenheim in Gladbach: Hoffnung macht vor allem die Sommerzeit
Der 1. FC Heidenheim gastiert am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach. Dort ruft die jüngste Zeitumstellung spezielle Erinnerungen hervor.
Stattdessen fiel der Ausgleich der Gladbacher durch Honorat (74.), der nach einer Chaossituation im Heidenheimer Strafraum entstand. Wie schon bei der Gladbacher Führung ein unglücklicher Gegentreffer. "Da kriegen wir zwei solche Kuller-Tore. Irgendwie auch bezeichnend für unsere Situation. Das tut dann weh", gab Kapitän Patrick Mainka nach der Partie zu. "Dass wir es nicht schaffen, solche Spiele in unsere Richtung zu drücken, das zieht sich durch die ganze Saison und das ist das Enttäuschende. Denn wir brauchen mehr als einen Punkt. Heute ist es leider wieder ein Unentschieden gewesen und trotzdem war die Leistung okay."
Frank Schmidt: "Deswegen sind wir Tabellenletzter"
FCH-Keeper Diant Ramaj rettete den 2:2-Endstand ins Ziel, denn in der Schlussphase waren die Gastgeber wieder am Drücker. Die Punkteteilung fühlte sich für Trainer Frank Schmidt insgesamt jedoch nicht wie eine Niederlage an: "Wir müssen schon auch ehrlich sein. Ich finde, dass wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben und, glaube ich, auch mehr verdient gehabt hätten, das Spiel zu gewinnen. Aber da müssen wir auch beide Gegentore anders verteidigen. Wegen solcher Situationen sind wir Tabellenletzter."
Mit 16 Punkten liegen die Ostälbler weiter abgeschlagen auf dem letzten Platz, acht Punkte fehlen derzeit auf den Relegationsplatz, bei noch sieben ausstehenden Spielen. "Unser Weg geht mutmaßlich in die zweite Liga, da machen wir den Menschen nichts vor. Aber damit beschäftigen wir uns nicht, sondern mit den Aufgaben. Man hat heute wieder gesehen, dass meine Mannschaft alles probiert hat, alles gegeben hat und sich viele Chancen rausgespielt hat. Wir wollen diese Energie und diese Art und Weise, wie wir heute aufgetreten sind, mitnehmen und versuchen es nächste Woche wieder", sagte der Trainer.
Heidenheim empfängt als nächstes Union Berlin
Am 28. Spieltag gastiert der Tabellenzwölfte Union Berlin in Heidenheim. Ein Sieg ist absolute Pflicht für die Gastgeber, will man das Unmögliche noch möglich machen. Kapitän Patrick Mainka glaubt noch an den Klassenerhalt: "Natürlich haben wir Hoffnung, alles andere wäre ja Quatsch. So lange es rechnerisch möglich ist, werden wir auch dran glauben."