Fußball | Bundesliga

Kampfansage in Heidenheim: Torwart Ramaj will in die Nationalelf

Torhüter Diant Ramaj kam aus Dortmund zum 1. FC Heidenheim. Mit dieser Leihe will er sich für die DFB-Elf empfehlen.

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Torhüter Diant Ramaj will durch seinen Wechsel zum 1. FC Heidenheim wieder mehr in den öffentlichen Fokus rücken - und langfristig auch ins Blickfeld der Fußball-Nationalmannschaft. Es sei ihm nach seinen Stationen im Ausland wichtig, in der Bundesliga zu spielen, erklärte er dem "Kicker". "Ich wollte wieder sichtbarer werden im deutschen Fußball."

Ramaj ließ sich von Borussia Dortmund kürzlich an den FCH ausleihen. Der Transfer sorgte für Aufsehen - auch, weil der Ostalb-Klub seinem langjährigen Stammkeeper Kevin Müller den Status als Nummer eins entzog. Die Stimmung im Torhüter-Team sei aber "sehr gut", erklärte Ramaj. "Kevin und ich sprechen viel, arbeiten hart und respektieren uns."

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Ramaj kommt als Dänischer Meister

Ramaj spielte bereits in seiner Jugend für Heidenheim. Anschließend lief er für Eintracht Frankfurt, Ajax Amsterdam und den FC Kopenhagen auf. Mit den Dänen wurde er zuletzt Meister und Pokalsieger. Das sei hierzulande aber "kaum registriert worden", meinte der 23-Jährige. Er habe auf seinen Stationen viel gelernt. Aktuell sei es für ihn "essenziell", Spielpraxis zu bekommen.

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Ramajs Ansage im Juni, dass er sich in Dortmund nicht auf die Bank setzen werde, war mitunter als reichlich forsch erachtet worden. "Tote Fische schwimmen mit dem Strom. Ich habe einen Mund, um zu sagen, was ich denke", sagte der selbstbewusste Schlussmann nun. "Ich habe bewiesen, ein gewisses Niveau zu haben, mit dem ich mich nicht zu verstecken brauche."

Ramaj will als Nummer eins zurück zum BVB

Ziel in der kommenden Saison sei es, mit Heidenheim die Liga zu halten. Perspektivisch wolle er sich beim BVB dann "als Nummer eins durchsetzen", kündigte Ramaj an. "Daran arbeite ich jeden Tag." Damit möchte Ramaj auch Bundestrainer Julian Nagelsmann auf sich aufmerksam machen: "Ich weiß, was ich kann, und ich glaube daran, dass ich diesen Weg gehen kann", sagte der gebürtige Stuttgarter.