Fußball-Bundesliga

Klare Worte beim 1. FC Heidenheim: Sanwald stärkt den Trainer und kündigt Transfers an

Der 1. FC Heidenheim befindet sich vor dem Spiel bei Union Berlin in der Krise. Doch Trainer Frank Schmidt soll noch lange bleiben - und Neuzugänge bald kommen.

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Von Autor/in Patrick Stricker

Der Chef war da. Unangekündigt. Holger Sanwald, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Heidenheim, tauchte am Freitag (27.11.2025) auf der Pressekonferenz des Bundesligisten auf. Ausnahmsweise. Die sportliche Krise, in der sich der FCH aktuell befindet, veranlasste den 58-Jährigen zu zwei zentralen Botschaften.

1. FC Heidenheim: Rückendeckung für Trainer Frank Schmidt

Sanwalds Botschaft Nummer eins: Coach Frank Schmidt steht bei den Heidenheimern nicht zur Debatte. "Jeder, der unseren Weg kennt, weiß: Das passiert alles nur gemeinsam - mit unserem Trainer", sagte der Vorstandschef: "Frank hat die volle Unterstützung, weil wir nach wie vor total überzeugt von ihm sind. Wir erleben jeden Tag die Energie, mit der er es angeht."

Schmidt befindet sich mitterweile in seinem 19. Dienstjahr als Trainer des FCH, unter ihm ist der Club noch nie abgestiegen. Nach dem Last-Minute-Klassenerhalt in der vergangenen Spielzeit stecken die Heidenheimer nun aber erneut in einer Saison voller Herausforderungen: Acht Niederlagen nach elf Bundesliga-Spieltagen sind Vereinsnegativrekord.

Mit den teils herben Klatschen in Leverkusen (0:6) und zuletzt gegen Mönchengladbach (0:3) häuften sich zuletzt die Tiefpunkte. "Wir sind der 1. FC Heidenheim, die kleinste Mannschaft, wahrscheinlich auch individuell am schwächsten besetzt", hatte Kapitän Patrick Mainka nach dem vergangenen Spieltag gesagt. Ein Punkt, der ganz offensichtlich auch den Vorstandsboss umtreibt.

Sanwald kündigt Transfers in Heidenheim an

Sanwalds Botschaft Nummer zwei: Im Winter soll und wird es auf dem Schlossberg Neuzugänge geben. "Wir müssen die Zeichen schon erkennen, dass wir im Winter natürlich genau hinschauen und logischerweise sehr wohl in Erwägung ziehen, die Mannschaft zu verstärken und Dinge zu verändern", sagte er.

Auf welchen Positionen konkret verstärkt werden soll, würden die nächsten Wochen zeigen, so Sanwald. Er betonte aber auch: "Bis auf die Torhüterposition prüfen wir Optionen für alle Mannschaftsteile: Abwehr, Mittelfeld, Angriff."

Schmidt in Sachen Neuzugänge zuletzt eher defensiv

Bei Trainer Frank Schmidt klang die Antwort auf die Frage nach möglichen Neuverpflichtungen zuletzt noch etwas anders. "Wenn sich was im Winter tun sollte, dann hat das maßgeblich was mit dem zu tun, was in den letzten fünf Spielen passiert. Ich vertraue meiner Mannschaft, auch der Qualität", hatte Schmidt vor dem Gladbach-Spiel gesagt.

Ähnlich äußerte er sich einmal kurz vor Saisonbeginn im vergangenen Sommer: "Ich bin da vielleicht ein bisschen 'old school', aber die Spieler, die da sind - mit denen bin ich immer zufrieden. Es ist ja auch meine Aufgabe, mit ihnen zu arbeiten. Und: Es ist für uns schwierig in dieser Saison, auch finanziell, uns anders aufzustellen."

Heidenheim am Samstag bei Union Berlin

Das hat sich in der Zwischenzeit geändert. Der Abgang von Leo Scienza zum FC Southampton Anfang September hat dem Vernehmen nach rund zehn Mio. Euro in die FCH-Kassen gespült. Eine sofortige Reinvestition - beispielsweise in einen Scienza-Ersatz - hatte es nicht gegeben.

Am kommenden Samstag (ab 15:30 Uhr im sportschau.de-Livecenter) gastieren die Heidenheimer bei Union Berlin. Fehlen wird dabei Stürmer Budu Zivzivadze, der wegen Knieproblemen ausfällt.

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Patrick Stricker
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