In einem Geschäft, in dem viele Karrieren von schnellen Wechseln geprägt sind, ist Redondos Zeit in Kaiserslautern längst etwas Besonderes. "Mich macht stolz, dass ich so lange hier bin", sagt der 31-Jährige im SWR Sport Podcast "Nur der FCK". Noch persönlicher wird er, wenn er auf seine menschliche Entwicklung in der Pfalz blickt: "Ich bin hier zum Mann geworden." Das bezieht Redondo nicht nur auf seinen sportlichen Werdegang, sondern auch auf seine Rolle als Papa von zwei Söhnen. Man merkt schnell, dass Redondo den FCK nicht nur als Arbeitgeber sieht, sondern als einen Verein in einer Stadt, mit der ihn weit mehr verbindet als nur Fußball.
Kenny Redondo: Verletzung, Zweifel und der harte Weg zurück auf den Platz
Redondo hat eine lange Leidenszeit mit einer hartnäckigen Zehenverletzung hinter sich. Die Verletzung habe ihn nicht nur körperlich ausgebremst, sondern auch mental stark gefordert. Vor allem dann, wenn Ärzte und Außenstehende zusätzliche Zweifel streuten. Redondo schildert offen, wie wichtig in dieser Phase Gespräche mit Familie und Freunden waren, um den Frust loszuwerden und den Kopf frei zu bekommen. Seine Erkenntnis aus dieser Zeit: "Genau dann muss man einfach weitermachen." Inzwischen sagt er von sich selbst, dass er wieder zu 100 Prozent fit ist.
Druck beim FCK und Redondos Rolle als Führungsspieler
Dass das Umfeld in Kaiserslautern eine besondere Wucht hat, hat Redondo schon früh gemerkt. Der Druck sei bei den Roten Teufeln anders als an vielen anderen Standorten, vor Spielen herrsche eine Grundspannung, die "nochmal so ein bisschen extremer" sei. Genau das mache den FCK aber auch aus. Redondo wirkt dabei wie jemand, der diesen Druck längst nicht mehr nur als Belastung versteht. Gleichzeitig beschreibt er sich als ehrlichen, direkten Teamspieler, der beim FCK auch abseits des Platzes eine Führungsrolle übernimmt – und als Profi, der jede Rolle annimmt, die ihm gegeben wird.
Zukunft beim FCK: Redondo sendet ein klares Signal
Redondos Vertrag läuft zum Ende der laufenden Saison aus. Viele Fans fragen sich, ob einer der dienstältesten Spieler dem FCK weiter erhalten bleibt. Redondo spricht schon lange offen davon, wie wohl sich seine Familie in Kaiserslautern fühlt. Die beiden Söhne spielen in der Stadt Fußball und die Familie baut sich auch abseits des Profifußballs etwas auf. Gerade sind sie dabei, ein Fitness- und Pilatesstudio mit Café einzurichten. Auch dieser Schritt macht deutlich: Für die Zeit nach der Karriere sei Kaiserslautern "der erste Anlaufpunkt".
Auch sportlich macht er keinen Hehl aus seinem Wunsch. "Ich würde liebend gerne hierbleiben", sagt Redondo. Und er schiebt direkt hinterher: "Ich bin noch nicht fertig. Ich habe hier auch noch Bock, etwas zu erreichen." Gespräche mit dem Verein seien "auf jeden Fall im Gange". Letztlich liege die Entscheidung aber beim FCK.
Jetzt den ganzen Podcast mit Kenny Prince Redondo hören
Was seine Kinder mit ihm nach einem Heimspiel unbedingt machen wollen, wie viel Respekt er vor der vielen Arbeit hat, die hinter den Choreos der Fans steckt, und warum in der Kabine keiner vor ihm sicher ist - das alles verrät Kenny Prince Redondo in der neuen Folge des SWR Sport-Podcasts "Nur der FCK". Über den folgenden Link geht es direkt zum Podcast auf allen gängigen Plattformen:
Fußball | Podcast Nur der FCK
Nur der FCK - der SWR Sport Podcast über den 1. FC Kaiserslautern. Alle zwei Wochen reden wir über alles rund um den FCK - mit Spielern und Fans.