Zwischenbilanz

Karlsruher SC: "Kein Druck, aufzusteigen"

Tabellensechster mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz. Trotz guter Ausgangslange möchte KSC-Sportgeschäftsführer Mario Eggimann den Aufstieg nicht als Ziel ausgeben.

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Stand

Von Autor/in Elias Bock

So lief die Saison bisher

Der Blick auf die Tabelle kann sich in Karlsruhe sehen lassen. 21 Punkte nach zwölf Spieltagen sprechen für sich. Die deutliche 0:4-Niederlage vor der Länderspielpause gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld trübt allerdings ein wenig die Stimmung. "Die Niederlage gegen die Arminia hat auch mit Blick auf die Tabelle sehr wehgetan", erklärte Mario Eggimann, Geschäftsführer Sport beim KSC, im Gespräch mit SWR Sport. Die Niederlage gegen Bielefeld zeigt auch, wie ausgeglichen die 2. Bundesliga ist. Eine Woche zuvor konnte der KSC noch gegen den Tabellenführer Schalke 04 gewinnen.

Der Saisonstart lief für die Karlsruher richtig gut. Die ersten fünf Spieltage blieb das Team von Trainer Christian Eichner ungeschlagen. Am sechsten Spieltag gab es mit dem 0:3 gegen Holstein Kiel die erste und auch deutliche Niederlage. Im Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern am neunten Spieltag konnte der KSC einen 0:2-Rückstand aufholen und war drauf und dran, die Partie komplett zu drehen. Doch in der Nachspielzeit ließ sich Karlsruhe auskontern und verlor noch 2:3.

Was läuft gut?

Die Achse des Teams steht: Im Tor spielt Neuzugang Hans Christian Bernat bisher eine starke Saison. Der 25-Jährige brauchte nicht lange, um sich an die 2. Bundesliga zu gewöhnen. "In kürzester Zeit ist er bei Mannschaft und Fans ein beliebter Spieler geworden", sagt Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann.

In der Verteidigung ist Abwehrchef Marcel Franke gesetzt. Im Mittelfeld konnte sich Neuzugang Andreas Müller etablieren. In der Offensive kam zuletzt Lilian Egloff immer besser in Schwung. Das einstige Top-Talent des VfB Stuttgart erzielte bereits fünf Pflichtspieltore in dieser Saison. Umso mehr schmerzt, dass der 23-Jährige aktuell mit einem Muskelfaserriss länger ausfällt. Dreh- und Angelpunkt im Spiel des KSC ist nach wie vor Topspieler Marvin Wanitzek.

Fabian Schleusener erlebt beim KSC gerade seinen zweiten Frühling. Sechs Tore konnte der Stürmer bereits erzielen. Im Sommer stand der 34-Jährige kurz vor einem Wechsel. Der Transfer zum SSV Ulm scheiterte erst am Deadline-Day, weil der KSC keinen Ersatz verpflichten konnte. "Im Nachhinein bin ich froh, dass wir einem Wechsel nicht zugestimmt haben", erklärt Mario Eggimann. "Wir sind sehr froh, dass er da ist, er hat uns in dieser Saison sehr geholfen und er ist ein wichtiger Sparringpartner für die jungen Stürmer".

Was muss besser werden?

Um an den Aufstiegsplätzen dranzubleiben, muss der Karlsruher SC noch mehr Konstanz in seine Leistungen bringen. Der KSC hat zwar in der Liga erst drei Niederlagen hinnehmen müssen, in diesen Spielen aber immer mindestens drei Gegentore kassiert. Mario Eggimann freut sich deswegen besonders, dass man im beim 2:0-Testspielsieg gegen den FC Luzern zu null spielen konnte. Außerdem hofft der Sport-Geschäftsführer, dass sich die Neuzugänge gut entwickeln, es gäbe einen harter Konkurrenzkampf auf einigen Positionen.

Wie sind die Aussichten?

Nach der Länderspielpause wird sich zeigen, ob die Badener zu den Topteams in der 2. Bundesliga gehören, denn die nächsten drei Gegner stehen alle über dem KSC: Erst treffen die Karlsruher auf den drittplatzierten Elversberg (Samstag, 23.11., ab 13 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de), gefolgt von der Partie gegen Hannover 96 (Platz fünf), Darmstadt 98 (Platz vier) und den SC Paderborn (Platz eins). "Es kommen gute Gegner. Wir haben aber auch gegen Schalke gezeigt, dass wir solche Spiele für uns entscheiden können."

Als Kapitän stieg Mario Eggimann 2007 mit dem KSC in die Bundesliga auf. Für diese Saison habe man sich bewusst kein Saisonziel gesetzt. "Jedes Spiel ist unglaublich wichtig. Ob nach oben was möglich ist, kann man im späten Frühjahr sehen. Es gibt keinen Druck, aufzusteigen". Mittelfristig, erklärt Mario Eggimann, wolle man aber zurück in die Bundesliga.