Vor Duell mit Arminia Bielefeld

Trainer-Beben beim KSC: Eichner gibt sich trotz Trennung loyal

Nachdem sein Abschied zum Saisonende bekanntgegeben wurde, verzichtet Trainer Eichner auf Kritik an seiner "Familie" Karlsruher SC. Der Sportchef tut sich schwer, die Entscheidung zu erklären.

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Nach der beschlossenen Trennung zum Saisonende hat Trainer Christian Eichner jegliche kritische Bemerkung zur Führung des Fußball-Zweitligisten vermieden. Es sei "eine schwere Entscheidung und ein schwerer Moment" für ihn gewesen, sagte Eichner in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Mario Eggimann. Der Sport-Geschäftsführer und der Verein hatten Eichners Abschied am Mittwoch bekanntgegeben.

"Ich habe versucht, das einzuordnen und gleichzeitig den Blick auf Bielefeld zu richten. Darin liegt der Spagat", sagte der Coach vor dem Heimspiel des Tabellenneunten am Freitag (18.30 Uhr, live im Audiostream auf swr.de/sport) gegen Arminia Bielefeld. Dann sei es die Aufgabe von Team und Trainer, sechs Spiele vor dem Saisonende das Publikum mitzureißen, meinte Eichner. "Ich hoffe, dass wir das hinbekommen und uns in den nächsten fünf, sechs Wochen in einen Flow bringen."

KSC hofft auf neue "Impulse" - aber welche?

Eggimann blieb bei der Begründung für die Trennung erneut vage. Einmal mehr verwies er lediglich auf neue "Impulse", die sich der KSC von einem neuen Chefcoach verspricht. Die Mannschaft habe zuletzt nicht immer auf dem gleichen Niveau gespielt, meinte der Schweizer. Das könne auch daran liegen, dass das Trainerteam um Eichner "seit vielen, vielen Jahren" da ist. 

Eichner, früherer Karlsruher Bundesliga-Profi, übernahm die Profimannschaft im Februar 2020, trainiert sie damit seit mehr als sechs Jahren und gab sich auch kurz vor dem Ende seiner Amtszeit noch loyal zum Verein. Der KSC sei in seinen mehr als 23 Jahren als Jugendspieler sowie später als Profi und Trainer im Verein seine "Familie" geworden.

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Keine konkreten Äußerungen zu Eichners Nachfolge

Eggimann erklärte, ein neuer Trainer "bringt natürlich auch immer wieder neue Themen mit ein, eine neue Energie". Doch auch bei der Frage, wann Eichners Nachfolger bekanntgegeben werde, äußerte sich der frühere KSC-Profi nicht konkret. Er sagte lediglich, dass die Entscheidung nicht erst im Juni fallen solle.

Der laut Medienberichten beim KSC als Trainerwunschkandidat gehandelte Tobias Strobl vom Drittligisten SC Verl hat Spekulationen um einen Wechsel gegenüber der Zeitung "Neue Westfälische" zurückgewiesen.

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SWR

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