Fußball | Bundesliga

Einmal alles auf neu: Das Offensiv-Karussell von Mainz 05

Der 1. FSV Mainz 05 will gegen RB Leipzig den ersten Sieg einfahren. Im Vergleich zum Bundesliga-Auftakt ist die Offensive der Rheinhessen einmal komplett auf links gezogen.

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Von Autor/in Michi Glang

Benedict Hollerbach, Paul Nebel und Jae-sung Lee: Vor einigen Wochen hatte es so ausgesehen, als hätte Trainer Bo Henriksen sein Stammpersonal für die drei Positionen in der Offensive gefunden. Sowohl beim Playoff-Hinspiel zur Conference League in Trondheim als auch am ersten Spieltag gegen den 1. FC Köln stand das Trio in der Startelf.

Gegen Leipzig (Samstag, ab 15:30 Uhr im Liveticker und Audiostream auf sportschau.de) wird keiner der genannten Profis auflaufen. Nebel ist nach seiner Notbremse gegen Köln noch gesperrt, Hollerbach verletzte sich im selben Spiel früh und Lee kehrte mit einer Oberschenkelverletzung von der südkoreanischen Nationalmannschaft zurück.

Mainzer Offensive bislang harmlos in der Bundesliga

Alles auf neu also in der 05-Offensive, die in dieser Saison mit Ausnahme des fulminanten Sturmlaufs im Rückspiel gegen Trondheim noch nicht so recht ins Rollen gekommen ist. Erst ein Tor steht in der Bundesliga zu Buche: Nadiem Amiri rettete vor der Länderspielpause mit seinem verwandelten Elfmeter beim VfL Wolfsburg spät einen Punkt.

Immerhin: Bei den Wölfen zeigten sich die 05er in deutlich verbesserter Verfassung als noch beim 0:1 gegen Köln. Nach dem frühen Rückstand startete die Henriksen-Elf im zweiten Abschnitt einen Sturmlauf und erspielte sich mehrere Chancen. So scheiterte etwa Dominik Kohr am Pfosten. Tief in der Nachspielzeit, nach dem Ausgleich zum 1:1, hämmerte der eingewechselte Armindo Sieb den Ball an die Latte.

Nelson Weiper, der Hollerbach gegen Köln ersetzt hatte und seitdem immer startete, dürfte auch gegen Leipzig eine Chance im Sturmzentrum erhalten. In Wolfsburg setzte sich zudem Arnaud Nordin auf dem linken Flügel in Szene. Der Franzose, im Winter aus Montpellier gekommen, feierte bei den Wölfen sein Startelf-Debüt für die Rheinhessen und lieferte eine sehr ordentliche Vorstellung ab.

Böving vor Startelf-Debüt?

Bleiben mit Armindo Sieb, Neuzugang William Böving und Ben Bobzien aus dem eigenen Nachwuchs drei Optionen für die rechte Seite. Alle drei sind eher Spieler, die lieber im Zentrum agieren, Böving sind wohl die größten Chancen anzurechnen, gegen RB beginnen zu dürfen. Zumal Sportdirektor Niko Bungert dem Dänen bereits attestierte, genauso lauffreudig wie Lee oder Nebel zu sein.

Für den 22-Jährigen, der von Sturm Graz an den Bruchweg gewechselt war, ist die Bundesliga eine große Herausforderung, der er sich jedoch gerne stellt. Der Stress des Deadline Days, als Böving kurz vor knapp noch den Weg zu den 05ern fand, dürfte der Offensivmann mittlerweile aus den Klamotten geschüttelt haben.

Für Sieb und Bobzien bliebe damit die Rolle als Joker. Ersterer hatte in den vergangenen Spielen bereits Weiper in der Schlussphase abgelöst. Für den 22-Jährigen Bobzien, vergangene Saison an Austria Klagenfurt verliehen, steigt durch die Verletzungen und Nebels Sperre die Chance, auf Spielzeit zu kommen.

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Michi Glang