Bundesliga-Abschluss in Heidenheim

Erst da Costa, dann Bell, jetzt Widmer: Mainz 05 verlängert Verträge und stellt Weichen

Mainz 05 hat den Klassenerhalt bereits geschafft und rüstet sich für die kommende Bundesliga-Saison. In den Abstiegskampf sind die Rheinhessen dennoch involviert.

Teilen

Stand

Mainz 05 will nicht mit dem 1. FC Heidenheim tauschen. Darum ist Trainer Urs Fischer vor dem letzten Spieltag "dankbar, dass wir uns nicht in der Situation befinden", meinte Fischer. Während Mainz 05 den Klassenerhalt seit dem 2:1-Sieg beim FC St. Pauli sicher hat, benötigt Heidenheim einen Sieg zum Abschluss. Das sei jedoch ein Heidenheimer Problem, sagte Fischer: "Ich mache keine Geschenke. Wir versuchen, die bestmögliche Mannschaft auf den Platz zu bekommen und die bestmögliche Leistung abzurufen."

Darum sieht er die Mainzer auch nicht als Scharfrichter im Abstiegskampf: "Man hat 34 Spieltage Zeit, auf sich zu schauen, wir sind nicht verantwortlich für die Situation der anderen. Wir waren in einer ähnlichen Situation und haben uns toll rausgekämpft", sagte der 60-Jährige vor dem Match in Heidenheim am Samstag (16.05.2026, ab 15:30 Uhr im sportschau.de-Livecenter).

Mainz 05 setzt auf Stefan Bells Erfahrung

Mainz 05 schaut also nur auf sich und auf die neue Saison. Nach dem gesicherten Klassenerhalt widmete sich Sportdirektor Niko Bungert der Kaderplanung. So gaben die Mainzer am Donnerstag bekannt, dass sie den Vertrag mit Routinier Stefan Bell verlängert haben. Der Abwehrspieler wird auch in der kommenden Saison für den FSV auflaufen.

Bell schloss sich 2007 im Alter von 15 Jahren dem Mainzer Nachwuchsleistungszentrum an und hat sich längst zur Identifikationsfigur bei den 05ern entwickelt. Bislang absolvierte der Verteidiger mehr als 330 Pflichtspiele für den FSV. In dieser Saison kam er wettbewerbsübergreifend 23 Mal zum Einsatz.

Bungert: Bell "ist eine Institution bei Mainz 05"

"Bello ist eine Institution bei Mainz 05 und zeigt seit Jahren jede Saison aufs Neue seine Wichtigkeit auf und neben dem Platz. Er kennt unseren Verein und das, was ihn verkörpert, wie kaum ein anderer und deshalb freuen wir uns sehr, ihn und seine Erfahrung auch weiter in unserem Team zu haben", sagte Bungert.

Bell erklärte, dass er der Mannschaft an der einen oder anderen Stelle noch weiterhelfen könne. "Deshalb war für mich klar, dass ich noch weitermache, wenn es für alle Beteiligten passt. Ich freue mich auf die neue Saison und darauf, noch einmal alles reinzuwerfen", sagte der 34-Jährige.

Auch Danny da Costa bleibt bei Mainz 05

Schon am Mittwoch hatte der FSV mitgeteilt, dass Abwehrspieler Danny da Costa auch in der kommenden Saison für die Rheinhessen spielt. Der Kontrakt hatte sich mit dem Erreichen des Klassenverbleibs automatisch verlängert.

Am Freitag meldeten die Rheinhessen dann auch bei Kapitän Silvan Widmer Vollzug. Der Schweizer, der in dieser Saison bislang 39 Pflichtspiele absolviert hat, wird weiterhin das Trikot der 05er tragen.

"Silvan hat in den letzten Jahren in der Rolle als Führungsspieler und Kapitän einen großen Stellenwert für uns erreicht", wird Bungert in einer Mitteilung zitiert. "Auch sportlich ist er im vergangenen Halbjahr, als großer Druck auf uns lag, mit Leistung vorangegangen und hat seinen Teil zu der erfolgreichen Rückrunde beigetragen. Wir freuen uns, gemeinsam mit ihm weiterzumachen."

Mainz

Bundesliga Trotz Vertrag bei Mainz 05: Nadiem Amiri lässt Zukunft offen

Die Wechsel-Gerüchte rund um Mittelfeldspieler Nadiem Amiri reißen nicht ab. Nach der Mainzer 1:3-Niederlage gegen Union Berlin fiel seine Reaktion auffällig knapp aus.

Bleibt Nadiem Amiri bei Mainz 05?

Ob Nadiem Amiri in der kommenden Saison ebenfalls für Mainz 05 auflaufen wird, ließ der Spielmacher derweil zuletzt offen. Gerüchten zufolge ist der türkische Meister Galatasaray Istanbul an dem deutschen Nationalspieler interessiert.

Auf die Frage, ob die jüngste 1:3-Niederlage gegen Union Berlin das letzte Heimspiel im Trikot der Mainzer gewesen sei, sagte er nur: "Ich weiß es nicht". Amiri dürfte die Gerüchte um einen Wechsel damit selbst angeheizt haben - auch wenn er noch einen Vertrag bis 2028 bei den Mainzern hat.