Damit der Spaß bei all dem Ächzen und Ackern im Freiburger Trainingslager in Schruns (22. Juli bis 31. Juli 2026) nicht zu kurz kommt, hat der Sport-Club den Spiele-Nachmittag eingeführt. Irgendwo zwischen Torwandschießen, Koordinationsübungen und Cornhole war dann auch Platz für jede Menge Gelächter.
Aber kompetitiv muss es trotzdem sein: Wer verliert, fliegt in den Pool. "Dann können wir schön sehen, wer sich wie motivieren kann", meinte Julian Schuster, selbst Teil des Sieger-Teams des Nachmittags. "Ich verlange Ehrgeiz von den Jungs, dann muss ich das auch vorleben", sagte der 41-Jährige grinsend. "Ich denke, wir sind unserer Favoritenrolle gerecht geworden."
Die Freiburger sind bereits zum 20. Mal in einem Trainingslager im Montafon: "Schnelles Ankommen, schnelle Abläufe, vertraute Wege", da lasse es sich gut arbeiten, so Schuster. Die Bilanz: Das Trainingslager war in den Augen des Trainers auch im Sommer 2026 ein voller Erfolg. "Das ist wichtig für die Vorbereitung und für die Stimmung in der Mannschaft, dass die Jungs die Inhalte nicht nur im Video, sondern auch auf dem Platz umsetzen und trainieren."
Mio Backhaus ist für den SC Freiburg mehr als nur der neue Keeper
In den insgesamt zehn Tagen in Schruns habe der Sport-Club alles umsetzen können, was sich das Trainerteam vorgenommen hatte. Insbesondere der neue Torhüter Mio Backhaus habe Schuster überzeugt. Dieser sei "sehr schnell in der Mannschaft angekommen" und habe sich "über seine Art und Weise super eingebracht".
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Mio Backhaus, die neue Nummer 1 des SC Freiburg, fühlt sich bei seinem Klub bereits pudelwohl. Im Interview mit SWR Sport spricht der 22-Jährige über seine Ziele mit den Breisgauern.
Außerdem sei der 22-jährige Deutsch-Japaner kommunikativ, reflektiert, meinungsstark - und damit ein wichtiger Ansprechpartner für die übrigen Japaner in der Mannschaft. Denn mit Keisuke Goto, Yuito Suzuki, Rihito Yamamoto und eben Mio Backhaus sind dieses Jahr gleich vier Spieler im Freiburger Kader, die (auch) eine japanische Staatsbürgerschaft haben. Und da ist Backhaus schon wegen seiner Sprachkenntnisse eine wichtige Integrationsfigur. "Das kommt dazu, dass er diese Fähigkeiten hat", sagte Schuster. "Ich muss aber auch klar dazu sagen, dass er sich auf sich selbst konzentrieren darf."
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Bei vielen Fans des SC Freiburg heißt er nur noch "Igor, der Bestrafer". Bei der WM 2026 sorgten seine Haarspitzen für Aufregung, mit Freiburg hat er ambitionierte Ziele.
Klassenerhalt für den Sport-Club ein Etappen-Ziel
Seit Jahren wird in und um Freiburg diskutiert, ob sich der SC Freiburg nach all den Erfolgen nicht höhere Ziele setzen sollte als immer "nur" den Klassenerhalt. Nur der Sport-Club selbst diskutiert nicht. "Es ist wichtig, sich immer wieder Etappen-Ziele zu setzen", meint Schuster. Klassenerhalt ist da ein wichtiger Punkt auf der Liste. Aber nicht der letzte: "Das haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder gemacht, indem wir uns daran orientieren, zu einen bestimmten Zeitpunkt bestimmte Punkte eingesammelt zu haben. Ich glaube, das macht Sinn, was den Übertrag auf die tägliche Arbeit angeht."
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Nach zwei Jahren beim 1. FC Nürnberg ist Berkay Yilmaz zum SC Freiburg zurückgekehrt. Der gelernte Linksverteidiger soll Kapitän Christian Günter Druck machen - oder doch nicht?
Um diese Ziele zu erreichen hat der SC Freiburg mit Backhaus und Keisuke Goto Qualität dazugeholt. Yannik Engelhardt und Berkay Yılmaz sind nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf, Como und Borussia Mönchengladbach (Engelhardt) und dem 1. FC Nürnberg (Yilmaz) mit mehr Routine und Erfahrung in den Breisgau zurückgekehrt. Das belebt den Konkurrenzkampf: "Die Jungs verlangen sich unglaublich viel ab und sind dadurch sehr, sehr motiviert und halten auch das Level sehr, sehr hoch, was die Trainingsleistung angeht", denn der SC Freiburg könne "nur so gut spielen, wie wir trainieren", so Schuster.
Bis zum Saisonstart können die Freiburger noch an ihrer Performance feilen. Bevor die Breisgauer im DFB-Pokal beim Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf (23.8., 18 Uhr) antreten, sind noch Tespiele gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth (31.7., 14 Uhr) und den englischen Erstligisten Crystal Palace (15.8., 14 Uhr) angesetzt. Damit der Spaß bei all der harten Arbeit nicht zu kurz kommt - und der SC Freiburg nicht doch noch Baden geht.