Es war zunächst das intensive Spiel zweier Spitzenteams. Ulm schaffte es in der ersten Hälfte, das temporeiche Spiel der Gladiators etwas zu neutralisieren. Aufgrund vieler individueller Fehler auf beiden Seiten konnte keine Mannschaft davonziehen. Ulm entwickelte sich in Hälfte zwei zur dominanten Mannschaft. Trier zeigte die wohl schwächste Halbzeit der bisherigen Saison. Ulm gewann am Ende deutlich mit 97:67.
Die Trierer hatten es in der Hand, das Minimalziel der Saison - mindestens zwölf Siege - bereits am 19. Spieltag einzutüten. Der Game Plan: den Ruf als treffsicherstes Team der Basketball-Bundesliga (BBL) auch in Ulm bestätigen. Ulms Taktik: die Gladiators möglichst weit vom eigenen Korb fernhalten.
Der Beginn der Partie war entsprechend geprägt von einer intensiven Defense und wenigen Punkten. Zwischenstand nach fünf Minuten: 9:7. Ulm und Trier drückten dann beide aufs Tempo, was aber auf Kosten der Ballkontrolle ging - 13 Turnover zählten die Statistiker im ersten Viertel. Beide Mannschaften übten enormen Druck auf den ballführenden Spieler aus. Die Partie: ausgeglichen. Der Zwischenstand nach Viertel eins: 18:16.
Duell zweiter Spitzenteams
In Viertel zwei agierten beide Mannschaften weiterhin ähnlich, neutralisierten die jeweiligen Topscorer des Gegenübers, zeigten ein schnelles Umschaltspiel nach vorne, wo sich die Angriffe aber auch aufgrund vieler individueller Fehler fest liefen - eben alles andere als ein Highscoring-Game. Halbzeitstand: 34:35.
Ulm gewinnt immer mehr Kontrolle
Triers Coach Jacques Schneider war in der Pause grundsätzlich zufrieden, forderte für die zweite Hälfte aber mehr Tempo in der Offensive von seinen Gladiatoren.
Die Partie wurde zunehmend ruppig mit vielen Fouls auf beiden Seiten. Ulm wurde immer robuster und treffsicherer - zog zwischenzeitlich auf zwölf Punkte davon. Triers Spielmacher Steve Ashworth - im Hinspiel noch einer der Besten - erlebte einen rabenschwarzen Tag ohne Treffer. Ulm zog der besten Offensivabteilung der Liga die Zähne und ging mit einer Elf-Punkte-Führung ins letzte Viertel.
Dominante Ulmer im letzten Viertel
Ulm blieb kompromisslos, zeigte seinen begeisterten Fans, wie man Trier knacken kann. Die Gladiators fanden kein Mittel. Symptomatisch daher die niedrige Trefferquote bei den Dreiern mit gerade mal 24 Prozent und vielen Turnover.
Dem amtierenden Vizemeister gelang in der Schlussphase gegen ideenlose Trierer fast alles. Es setzte für Trier eine 30-Punkte-Packung. Das Endergebnis: 97:67.