Das Überraschungsteam der Basketball-Bundesliga erwischte die Bayern zu Beginn auf dem falschen Fuß - Trier führte nach zehn Minuten mit 26:20. Die Bayern fanden danach defensiv besser ins Spiel. Trier ließ einige einfache Körbel liegen. Erst im dritten Viertel zog München zweistellig davon und gewann das erste Playoffspiel am Ende mit 101:80.
Da staunten Lothar Matthäus und der deutsche NBA-Star Tristan da Silva unter den 11.000 Fans in der Halle nicht schlecht. Der Aufsteiger Trier war von Beginn an hellwach, traf vier Drei-Punkte-Würfe und die Bayern mussten einem Rückstand hinterherlaufen.
Bayern findet Defensivrhythmus
Im zweiten Viertel kamen die Bayern aber besser ins Spiel. Vor allem in der Defensive machten sie es Trier jetzt schwerer. Trotzdem blieben die Gladiators im Spiel. Nur vier Punkte der Rückstand zur Halbzeit aus Sicht der Gladiators.
Dreiershow von Triers Ashworth
Nach der Pause wurde Triers Aufbauspieler Steven Ashworth zur Lebensversicherung der Gladiators. Innerhalb von etwas mehr als einer Minute traf er gleich dreimal von der 6,75-Meter-Marke und machte in dieser Phase neun seiner insgesamt 17 Punkte.
Kurz vor Ende des dritten Viertels führte Bayern erstmalig zweistellig. Wirklich dominieren konnte der Deutsche Meister die Partie gegen den Aufsteiger bis dahin aber nicht. München nutzte aber vor allem seine Überlegenheit bei den Rebounds. Die Bayern schnappten sich deutlich mehr Abpraller als Trier und hatten dadurch viele zweite Wurfgelegenheiten.
"Das Ergebnis ist deutlicher als der Spielverlauf"
"Trier ist eine starke Mannschaft und wird gut gecoacht. Wir mussten über 40 Minuten hart spielen und konzentriert sein", sagte Bayerns Andi Obst nach der Partie dem Streamingdienst DYN. Das Ergebnis sei am Ende deutlicher gewesen als der Spielverlauf.
Triers Topscorer Roland fand nicht ins Spiel
Erst im Schlussviertel kontrollierten die Bayern das Spiel deutlicher. Auch weil Triers Topscorer Jordan Roland überhaupt nicht ins Spiel fand. Der beste Offensivspieler der Liga kam am Ende nur auf sieben Punkte.
Rolands Spezialität, die Drei-Punkte-Würfe, fanden ihren Weg nicht in den Korb. Bei sieben Versuchen nur ein Treffer. Am Ende gingen Trier auch etwas die Kräfte aus. Erst über zwei zusätzliche Spiele in den Play-Ins kamen sie in die Playoffs, während Bayern München spielfrei hatte.
Schon am Dienstag treffen beide Mannschaften in München zum zweiten mal aufeinander (20:30 Uhr). Wer als erstes drei Siege hat, kommt ins Playoff-Halbfinale.