Trier konnte die Münchner nur kurz schocken. Nach einer frühen Auszeit wurden die Münchner immer besser und zogen im zweiten Viertel davon. Am Ende verlieren die Gladiators deutlich mit 65:92 und gehen mit zwei Niederlagen in das dritte Playoff-Spiel am Samstag in Trier.
Trier kommt erneut gut ins Spiel - München reagiert stark
Die Trierer kamen, wie schon bei der Niederlage im ersten Playoff-Spiel am Sonntag, zunächst gut ins Spiel. Jordan Roland und Urald King sorgten mit zwei Dreiern für die ersten Punkte. Nach knapp zwei Minuten führten die Trierer mit 10:0 Punkten in München - und Bayerns Coach Svetislav Pesic sah sich früh zu einer Auszeit gezwungen. Die zeigte Wirkung: Die Münchner wirkten wie aufgeweckt und ließen über mehrere Minuten keine weiteren Trierer Punkte zu. Nach dem ersten Viertel führten die Bayern mit 26:19 Punkten.
Trier macht es sich selbst schwer
Die Gladiators spielten sich zwar immer wieder in gute Positionen vor den Korb, doch oft kam der letzte Pass zu unsauber - oder es war ein Münchner Arm dazwischen. Trier gab den Ball teilweise zu leichtfertig her, was von den Münchnern immer wieder ausgenutzt wurde: Offensivfouls, Schrittfehler und verpasste Ballgewinne in der Verteidigung der Trierer sorgten für eine 48:33 Halbzeitführung für den deutschen Basketball-Meister aus München. Triers Topscorer Jordan Roland kam trotz des frühen Dreiers nicht wirklich zum Zuge. Am Ende kam der beste Offensivspieler der Liga auf acht Punkte - am Sonntag waren es sieben.
Im Verlauf der zweiten Halbzeit versuchten die Trierer immer wieder, mit schnellen Angriffen zurück ins Spiel zu kommen. Die Münchner verteidigten stark, konnten den Ball oft erobern und waren vor dem Korb zielstrebiger und effizienter als Trier. Münchens beste Werfer waren Nenad Dimitrijevic (16), Oscar da Silva und Wenyen Gabriel (jeweils 14). Die meisten Punkte für Trier machte Maik Zirbes (14).
Wir werden kämpfen bis zum Ende.
Auch wenn die zwei deutlichen Niederlagen in München tief sitzen: Am Samstag geht es in Trier in Spiel drei - und Gladiators-Spieler Maik Zirbes hat die Playoffs noch nicht abgeschrieben: "Vor heimischen Fans wird es wahrscheinlich ein anderes Spiel werden. Wir werden kämpfen bis zum Ende", sagte er nach dem Spiel dem Streamingdienst DYN.
Traum vom Playoff-Halbfinale noch möglich
Trotz der zwei klaren Niederlagen in München hat Trier am Samstag vor heimischen Publikum die Chance, die "Best of Five"-Serie gegen die Bayern zu verlängern. Wer als erstes drei Siege hat, kommt ins Playoff-Halbfinale. Sollten die Trierer das dritte Spiel gewinnen, ginge es für beide Teams am Montag (18:30 Uhr) in ein viertes Spiel, was ebenfalls in Trier stattfinden wird.